Wiesbaden 1940: Ein Familienarchiv enthüllt vergessene Alltagswelten im Stadtmuseum
Wiesbaden 1940: Ein Familienarchiv enthüllt vergessene Alltagswelten im Stadtmuseum
Öffentlicher Vortrag im Wiesbadener Stadtmuseum: Ein Blick ins Jahr 1940
Am 12. Oktober findet im Wiesbadener Stadtmuseum ein kostenloser öffentlicher Vortrag statt. Ralf A. Gmelin präsentiert persönliche Aufzeichnungen seines Großvaters Hans Gmelin und gewährt damit seltene Einblicke in das Leben um 1940. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Lokalhistoriker – 4. Staffel" und erfordert keine Eintrittskarte.
Hans Gmelin begann 1934, seine Erlebnisse festzuhalten. Seine Notizen spiegeln den Alltag, gesellschaftliche Umbrüche und kritische Beobachtungen zum Aufstieg des NS-Regimes ab 1933 wider. Die Manuskripte bieten einen authentischen Bericht einer bürgerlichen Familie zwischen Tradition, Umwälzung und politischer Spannung.
In seinem Vortrag "1940. Die versunkene bürgerliche Welt" vertieft Ralf A. Gmelin diese Themen. Durch die Lektüre und Analyse der Aufzeichnungen seines Großvaters entführt er die Zuhörer in die Widersprüche der Zeit – zwischen privatem Leben und öffentlicher Umbruchsstimmung.
Die Matinee findet im Stadtmuseum am Marktplatz statt. Zwar ist der Einfluss der Wiesbadener Bürgerschaft auf Hans Gmelins Schriften nicht systematisch dokumentiert, doch verspricht die Veranstaltung in der Nähe eine persönliche Geschichtsperspektive, wie sie in Lehrbüchern selten zu finden ist.
Die Besucher hören Auszüge aus einem privaten Archiv, das Tradition, Wandel und politische Gewalt thematisiert. Der Vortrag verbindet Vergangenheit und Gegenwart anhand einer Familiengeschichte. Eine Anmeldung ist für die offene Veranstaltung heute nicht erforderlich.
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