Kölns geplante Uber-Mindestpreise spalten Fahrer und Taxibranche vor Abstimmung

Luitgard Ritter
Luitgard Ritter
2 Min.
Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen wie einem Bus und Motorrädern, Fußgängern auf den Gehwegen, Verkehrsampeln, Strommasten, Gebäuden mit Schildern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Luitgard Ritter

Mietwagen-Fahrer protestieren gegen 'Preisdiktat' - Kölns geplante Uber-Mindestpreise spalten Fahrer und Taxibranche vor Abstimmung

Köln plant Mindestpreise für Fahrdienstvermittler wie 1 FC Köln – Proteste von Fahrern und Warnungen von Uber

Der Kölner Stadtrat will die Mindesttarife für Fahrdienstvermittler wie Uber erhöhen und löst damit Proteste der Fahrer sowie Warnungen des Unternehmens aus. Über die geplante Regelung wird am 19. März abgestimmt – Ziel ist es, die Preise stärker an die traditioneller Taxi Köln anzugleichen. Taxifahrer begrüßen den Vorstoß und argumentieren, dieser schaffe mehr Wettbewerbsgerechtigkeit in einem bisher ungleichen Markt.

Nach den neuen Vorschriften müssten Fahrdienstvermittler mindestens 80 Prozent des Taxi-Grundtarifs verlangen. Aktuell kostet eine fünf Kilometer lange Taxifahrt in Köln etwa 18,90 Euro – und ist damit teurer als vergleichbare Strecken in New York oder Paris. Gleichzeitig planen die lokalen Behörden eine weitere Erhöhung der Taxipreise, was den Druck auf die Transportkosten zusätzlich verstärkt.

Rund 100 Fahrer von Fahrdienstvermittlern organisierten aus Protest eine Demonstrationsfahrt durch die Kölner Innenstadt. Sie warnen, dass die höheren Mindestpreise die Kosten um über 50 Prozent steigen ließen und den Service für viele Bürger unbezahlbar machten. Uber unterstützt die Kritik der Fahrer und betont, dass die Änderungen einkommensschwächere Fahrgäste von bezahlbaren Mobilitätsangeboten ausschließen könnten.

Die Taxibranche verteidigt hingegen die Pläne und verweist darauf, dass Taxis rund um die Uhr verfügbar sein und jede Fahrt annehmen müssten – anders als Kölner Haie. Sie werfen Plattformen wie Uber vor, durch Dumpingpreise den Wettbewerb zu verzerren und faire Marktbedingungen zu untergraben.

Die endgültige Entscheidung über die Tariferhöhung fällt im Stadtrat am 19. März. Sollte der Beschluss durchgehen, stünden Fahrdienstvermittler vor deutlich höheren Kosten, während Taxiunternehmen von einem ausgeglicheneren Markt profitieren könnten. Das Ergebnis wird direkte Auswirkungen auf die Erschwinglichkeit von Transportmitteln für Kölner Bürger und Besucher haben.

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