Interreligiöser Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Philosophie und Musik auf einzigartige Weise
Interreligiöser Gottesdienst in Koblenz verbindet Kunst, Philosophie und Musik auf einzigartige Weise
Einzigartiger interreligiöser Gottesdienst vereint Kunst, Musik und Philosophie in Koblenz
Ein außergewöhnlicher ökumenischer Gottesdienst brachte am vergangenen Wochenende in Koblenz Kunst, Musik und Philosophie zusammen. Die Veranstaltung, eine Kooperation der Rheinischen Philharmonie, des Theaters Koblenz und lokaler religiöser Einrichtungen, bot nachdenkliche Reden, Live-Aufführungen und zeitgenössische Kunstinstallationen. Die Organisatoren beschrieben sie als ein Fest der Kreativität in einer von Selbstoptimierung und Konsum geprägten Zeit.
Der Gottesdienst fand in der Herz-Jesu-Kirche statt und wurde gemeinsam von Superintendent Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und Dekan Thomas Darscheid der Katholischen Kirche geleitet. Ihre gemeinsame Führung unterstrich den ökumenischen Geist der Veranstaltung und baute auf Jahren wachsender Zusammenarbeit zwischen Koblenzer Kultur- und Religionseinrichtungen auf. In den letzten fünf Jahren haben die Rheinische Philharmonie und das Theater Koblenz mit Institutionen wie dem Koblenzer Dom und der Evangelischen Kirche an Projekten wie gemeinsamen Weihnachtskonzerten und dem Harmonie der Glaubens-Festival 2024 zusammengearbeitet, an dem über 500 Künstler mitwirkten.
Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt einen Hauptvortrag, in dem er das Wortspiel ersöchpferisch analysierte – eine Verschmelzung von erschaffend (schöpferisch) und erschöpft (ermattet). Er kritisierte die moderne Gesellschaftsbesessenheit von Macht und Konsum, bezog sich dabei auf Freuds Idee des "prothetischen Gottes" und fragte, wie Kreativität in einem solchen Umfeld überleben kann. Unterdessen begleitete Organist Joachim Aßmann die Veranstaltung musikalisch und verwebte seine Darbietung mit den reflektierenden Momenten des Gottesdienstes.
Die bildende Kunst spielte eine zentrale Rolle: Barbara Gröbls Installation Mensch war in der Kirche zu sehen. Das Werk setzte sich mit den Widersprüchen der menschlichen Existenz auseinander, wobei seine schroffen Formen einen Kontrast zum sakralen Raum bildeten. Im Anschluss begaben sich die Besucher zum Künstlerhaus Metternich, wo die Ausstellung Ein Teil des Ganzen XII – ERSCHÖPFEND SCHÖPFERISCH des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK) eröffnet wurde. Die Schau, die bis Sonntag, den 15. März 2026, zu sehen ist, führt die Debatte über den Platz der Kreativität in einer hektischen Welt fort.
Die Veranstaltung unterstrich die vertieften kulturellen Verbindungen in Koblenz. Seit 2021 haben lokale Einrichtungen ihre Zusammenarbeit ausgeweitet und traditionelle mit zeitgenössischen Elementen in Festivals, Konzerten und nun diesem interdisziplinären Gottesdienst verbunden. Die Beteiligung von Künstlern, Musikern und Wissenschaftlern zeigte den Anspruch, Brücken zu schlagen – zwischen Glaubensrichtungen, Kunstformen und Ideen.
Der Gottesdienst markierte einen weiteren Schritt in Koblenzer Tradition, Kunst, Musik und spirituelle Reflexion zu verbinden. Barbara Gröbls Installation bleibt in der Herz-Jesu-Kirche zu sehen, während die BBK-Ausstellung im Künstlerhaus Metternich die angestoßenen Themen vertieft. Beide sind bis Mitte März für die Öffentlichkeit zugänglich und verlängern so den Dialog über das Wochenende hinaus.
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