Shirin David: Vom Opern-Wunderkind zur deutschen Rap-Queen und Unternehmerin
Klemens GorlitzShirin David: 20 Fakten ├╝ber die S├Ąngerin, um im Gespr├Ąch zu bleiben - Shirin David: Vom Opern-Wunderkind zur deutschen Rap-Queen und Unternehmerin
Shirin David, mit bürgerlichem Namen Sarah Kim Sarai, wurde 1955 geboren und hat sich von der Kinderdarstellerin zu einer der erfolgreichsten Solo-Künstlerinnen Deutschlands entwickelt. Bekannt unter ihrem Spitznamen Babsi, stand sie siebenmal an der Spitze der Charts und baute bis zu ihrem 22. Lebensjahr ein Millionenimperium auf. Ihre Karriere begann in Hamburg, wo sie bereits früh Ballett, Operngesang und Musik studierte.
Davids Eltern – ihre Mutter stammt aus Litauen, ihr Vater aus dem Iran – ließen sich in Hamburg-Bramfeld nieder, wo sie inmitten klassischer Musik aufwuchs. Schon als Kind beherrschte sie Klavier, Oboe und Violine. Mit etwa zehn Jahren trat sie dem Jugendensemble der Hamburgischen Staatsoper bei und startete so ihre Laufbahn als Kinderdarstellerin.
In ihrer Teenagerzeit besuchte sie die Jugendopernakademie, wo sie Gesang, Schauspiel und Tanz studierte. Trotz ihres künstlerischen Talents brach sie die Schule ohne Abschluss ab und verzichtete auf ein Studium – sie wurde zum "schwarzen Schaf" ihrer akademisch geprägten Familie. Ihr offizieller Name, Barbara Shirin Davidavicius, setzt sich aus den Namen ihrer Eltern zusammen, doch später wählte sie den Künstlernamen Shirin David.
2011 markierte einen Wendepunkt in ihrer Karriere, als sie begann, Videos auf YouTube zu veröffentlichen. 2014 sorgten ihr Mixtape FemMe und der Hit Party Wahnsinn für Aufmerksamkeit, was ihr einen Vertrag bei Universal Urban/Polydor einbrachte. Alben wie Ghetto Romantik (2018) und Beautiful and Brutal festigten ihren Platz im deutschen Rap.
Neben der Musik erweiterte sie ihr Wirken in die Geschäftswelt: Sie gründete eine Modemarke (High on Shirin), eine Kosmetiklinie (S by Shirin) und sogar NFT-Kollektionen. Zudem war sie in Reality-TV-Formaten wie Germany's Next Topmodel (2017) zu sehen und spielte in Filmen wie Rheingold mit. Ihr 2023 erschienener Song Bauch, Beine, Po wurde ihr siebter Nummer-eins-Hit, geriet jedoch in die Kritik, da er Schlankheit als Schönheitsideal vermarkte.
Auch ihre jüngere Schwester Patricia, bekannt als Pati Valpati, hat auf Social Media Erfolg – und trägt so zum öffentlichen Profil der Familie bei.
Davids Weg – von der Opernbühne zum Chartsturm im Rap und zur Unternehmerkarriere – zeigt ihre Vielseitigkeit. Mit sieben Nummer-eins-Singles hält sie den Rekord für die meisten Spitzenplatzierungen unter deutschen Solo-Künstlern. Ihre Projekte in Mode, Beauty und digitalen Formaten erweitern ihren Einfluss weit über die Musik hinaus.