Julian Brandts ungewisse Zukunft: Warum Premier-League-Klubs trotz Ablösefreiheit zögern
Tassilo HeßJulian Brandts ungewisse Zukunft: Warum Premier-League-Klubs trotz Ablösefreiheit zögern
Julian Brandt wird Borussia Dortmund nach sieben Jahren im Verein diesen Sommer verlassen. Der 28-jährige Mittelfeldspieler ist ablösefrei erhältlich, erwartet aber weiterhin ein hohes Gehalt. Nicht alle Premier-League-Klubs halten ihn für eine lohnende Verpflichtung.
In den vergangenen drei Jahren haben sich drei Teams aus der englischen Eliteklasse für Brandt interessiert. Tottenham Hotspur bot im Sommer 2024 rund 50 Millionen Euro, was Dortmund ablehnte. Arsenal lotete im Januar 2025 einen Wechsel für etwa 60 Millionen Euro aus, während Manchester United im Sommer 2025 erste Gespräche führte.
Trotz des früheren Interesses bleiben Bedenken. Brandts unbeständige Leistungen und die fehlende Premier-League-Erfahrung lassen die Klubs zögern. Auch seine Gehaltsforderungen stellen ein Problem dar – selbst ohne Ablösesumme. Aston Villa wurde mit ihm in Verbindung gebracht, doch konkrete Angebote gab es bisher nicht.
Borussia Dortmund scheint bereit, einen Schlussstrich zu ziehen. Der Verein möchte vermeiden, hoch bezahlte Spieler zu halten, die nicht mehr zum absoluten Spitzenniveau gehören. Brandt, der als Achter oder Zehner agiert, aber auch auf den Außenbahnen spielen kann, passt nicht mehr in die langfristigen Pläne des Klubs. Der Fußballjournalist Andy Brassell hinterfragte kürzlich, ob sich Brandt an die Intensität der Premier League anpassen könnte.
Brandts Abgang markiert das Ende einer durchwachsenen Zeit in Dortmund. Sein nächster Karriere-Schritt bleibt ungewiss, während die Premier-League-Vereine sein Talent gegen Gehaltsvorstellungen und frühere Leistungsschwankungen abwägen. Dortmund hingegen wird die frei werdenden finanziellen Spielräume nutzen, um mit jüngeren, kostengünstigeren Spielern neu aufzubauen.