12 March 2026, 10:01

Sexismus-Vorwürfe gegen CDU-Kandidat Hagel entfachen Wahlkampf-Streit in Baden-Württemberg

Eine vergilbte, leicht zerknitterte Zeitung mit der Aufschrift "Diskussion" in schwarzer Tinte, die die Schlagzeile "Semanario Repúblicano Democrático Federal" trägt.

Sexismus-Vorwürfe gegen CDU-Kandidat Hagel entfachen Wahlkampf-Streit in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist vor der Landtagswahl 2026 ein politischer Streit entbrannt. Die grüne Landtagsabgeordnete Zoe Mayer veröffentlichte ein Video, in dem der CDU-Kanzlerkandidat Manuel Hagel eine Begegnung mit einer 16-jährigen Schülerin aus dem Jahr 2018 beschreibt. Der Ausschnitt löste Vorwürfe wegen Sexismus aus und führte zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Parteien.

Auslöser der Kontroverse war Mayers Veröffentlichung des Videos, in dem Hagel von einem Treffen mit einer Schülerin namens Eva erzählt. Darin erwähnte er ihre "rehbraunen Augen" und braunen Haare – was Mayer und die Grünen scharf kritisierten. Sie warfen ihm vor, sein Fokus auf das Aussehen des Mädchens sei unangemessen und spiegle ein grundlegendes Problem mit sexistischer Sprache in der Politik wider.

Unionspolitiker konterten umgehend und warfen Mayer sowie den Grünen eine gezielte Diffamierungskampagne vor. Die CDU behauptet, das Video werde unfair genutzt, um Hagels Ruf zu schädigen. Zwar hat die Partei in der Vergangenheit wiederholt Gegner – darunter Juristen, Minderheiten und politische Konkurrenten – angegriffen, doch gibt es in diesem Fall keine Belege dafür, dass die CDU selbst früher sexistische Äußerungen für Wahlkämpfe instrumentalisiert hätte.

Mayer wies die Vorwürfe zurück und betonte, das Video zeige ein reales Problem mit sexistischen Kommentaren in der politischen Debatte auf. Die Grünen unterstützten sie und ordneten den Vorfall in eine breitere Initiative ein, die sich gegen diskriminierende Sprache richtet.

Der Streit hat die Spannungen zwischen Grünen und CDU vor der Wahl 2026 weiter verschärft. Während Hagels Äußerungen weiterhin kritisch hinterfragt werden, beharrt die CDU darauf, das Video sei aus dem Zusammenhang gerissen. Im Kern geht es nun um die Frage, ob die Bemerkungen harmlos waren oder Teil eines problematischen Verhaltensmusters.

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