Polizei im Rhein-Kreis Neuss kontrolliert Gurtpflicht und Tempo bei Roadpol-Aktion
Tassilo HeßPolizei im Rhein-Kreis Neuss kontrolliert Gurtpflicht und Tempo bei Roadpol-Aktion
Polizei im Rhein-Kreis Neuss führt gezielte Verkehrscontrollen im Rahmen der Roadpol-Aktion "Anschnallen" durch
Letzte Woche führte die Polizei im Rhein-Kreis Neuss im Rahmen der europaweiten "Anschnall"-Kampagne von Roadpol gezielte Verkehrskontrollen durch. Beamte richteten an der Hammer Landstraße und der Batteriestraße in Neuss einen festen Kontrollposten ein, während zusätzliche Streifen am Nachmittag den Verkehr überwachten. Ziel der Aktion war es, die Gurtpflicht durchzusetzen und Geschwindigkeitsverstöße im gesamten Kreisgebiet zu reduzieren.
Während der Kampagne wurden 39 Verstöße registriert, darunter sechs Fälle, in denen Fahrer oder Mitfahrer nicht angeschnallt waren. Gleichzeitig deckten Geschwindigkeitsmessungen 129 weitere Ordnungswidrigkeiten auf. Um auf die Gefahren von rücksichtslosem Fahren und die möglichen Folgen von Unfällen aufmerksam zu machen, stellten die Beamten am Kontrollpunkt zudem die Buchstaben des Hashtags #LEBEN auf.
Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss geht über die aktuelle Aktion hinaus bereits seit Längerem gegen Verkehrsverstöße vor. Zu früheren Maßnahmen zählten verschärfte Alkohol- und Drogenkontrollen an bekannten Brennpunkten, Schulprogramme zur Förderung sicherer Fahrrad- und Fußgängerverhaltensweisen sowie Kooperationen mit lokalen Unternehmen, um das Bewusstsein für das Anschnallen zu stärken. Zudem kommen mobile Radargeräte in besonders gefährdeten Bereichen wie der Neusser Innenstadt und an Bundesstraßen zum Einsatz, um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überwachen.
Die Kampagne ist Teil umfassenderer Sicherheitsbemühungen, die durch Studien gestützt werden. Laut UDV (Unfallforschung der Versicherer) könnten durch die korrekte Nutzung von Sicherheitsgurten bundesweit jährlich rund 200 Verkehrstote und 1.500 schwere Verletzungen verhindert werden.
Die Behörden erinnern Autofahrer daran, wachsam zu bleiben, sich den Straßenverhältnissen anzupassen und vor Fahrtantritt stets den Sicherheitsgurt anzulegen. Die Kontrollen sind Teil der laufenden Bemühungen, die Verkehrssicherheit in der Region zu verbessern. In zukünftigen Kampagnen sind weitere Überwachungs- und Aufklärungsmaßnahmen geplant.