13 March 2026, 08:01

NRW-Landwirte droht 2025 ein Einkommenssturz um 30 Prozent

Ein altes Buch namens "Journal d'Agriculture Pratique" mit einem Farmbild auf dem Cover und Text auf dem Umschlag.

NRW-Landwirte droht 2025 ein Einkommenssturz um 30 Prozent

Landwirte in Nordrhein-Westfalen müssen im Haushaltsjahr 2025/26 mit einem drastischen Einkommensrückgang rechnen. Aktuelle Prognosen zeigen, dass die Einnahmen um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr einbrechen werden. Der Rückgang stellt viele Betriebe vor existenzielle Probleme – sowohl bei den Lebenshaltungskosten als auch bei den betrieblichen Ausgaben.

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sagt für das laufende Haushaltsjahr einen Rückgang der Landwirteinkommen um 30 Prozent voraus. Vollerwerbsbetriebe mit konventioneller Bewirtschaftung in der Region rechnen demnach nur noch mit durchschnittlichen Gewinnen von 73.311 Euro – ein Minus von 29 Prozent gegenüber 2024/25. Die Zahlen basieren auf den Finanzdaten des NRW-Buchführungsrings, kombiniert mit Preisentwicklungen, Fachgutachten und agrarstatistischen Erhebungen.

Im vergangenen Jahr hatten Landwirte noch rund 130.600 Euro für private Entnahmen zur Verfügung – mehr als das Doppelte der für 2025/26 prognostizierten Gewinne. Bei nunmehr etwa 70.000 Euro Einkommen wird es für viele schwierig, private und betriebliche Ausgaben zu decken. Der Bericht verdeutlicht eine wachsende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben.

Zwar verzeichnet der Ökolandbau in ganz Deutschland steigende Umsätze – sie überstiegen 2024 die Marke von 18 Milliarden Euro –, doch liegen für Nordrhein-Westfalen keine spezifischen Daten zum Öko-Sektor im Haushaltsjahr 2025/26 vor. Zwar deuten allgemeine Trends auf eine starke Nachfrage hin, doch fehlen regionale Vergleiche zwischen ökologischen und konventionellen Betrieben.

Die aktuellen Prognosen zeichnen ein düsteres Bild für die Landwirte in NRW: Mit einem Einkommensrückgang von fast einem Drittel wird es für viele zum Überlebenskampf. Die Zahlen unterstreichen zudem die sich vergrößernde Lücke zwischen den Erträgen und den notwendigen Entnahmen für private und betriebliche Zwecke.

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