Norbert Himmler bleibt trotz Kritik und KI-Skandal ZDF-Intendant
Norbert Himmler bleibt nach einer Abstimmung im Rundfunkrat für eine weitere Amtszeit Intendant des ZDF. Seine Wiederwahl erfolgt trotz anhaltender Kritik an der Programmausrichtung des Senders und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder. Himmlers Karriere beim ZDF erstreckt sich über mehr als zwei Jahrzehnte – begonnen hatte er 1998 als Volontär.
Himmler trat 1998 nach seinem Studium der Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Mainz dem ZDF bei. Über verschiedene Stationen – darunter als Assistent des Chefredakteurs, Leiter der Programmplanung und Direktor von ZDFneo – stieg er auf. 2014 wurde er Programmdirektor und entschied, Wetten, dass..? einzustellen, womit er die lange Fernsehkarriere von Thomas Gottschalk beendete.
2021, noch immer als Programmdirektor, holte Himmler die Sendung zurück ins Programm. Ein Jahr später stieg er zum Intendanten auf, ein Amt, das er seitdem innehat. Sein Jahresgehalt beträgt 372.000 Euro.
Der Rundfunkrat bestätigte seine Wiederwahl am Freitag. Im Auswahlverfahren gab es keine ernsthafte Konkurrenz. Kritiker verweisen auf stagnierende Programmqualität und den jüngsten Eklat um manipulierte Bilder in der heute-Sendung, doch diese Vorfälle verhinderten seine Rückkehr nicht.
Himmler wird das ZDF mit dem gleichen Auftrag wie bisher weiterführen. Der Sender steht weiterhin vor Fragen zu seinen Inhalten und dem Vertrauen der Öffentlichkeit. Seine neue Amtszeit beginnt sofort, ohne dass größere Änderungen in der Programmstrategie erwartet werden.