14 March 2026, 02:01

München kassiert erstmals Lizenzgebühren für Influencer-Events auf dem Oktoberfest

Eine große Gruppe von Menschen sitzt an Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit einigen stehenden und Taschen auf den Tischen, sowie Zelten, Lichtern und Fahnen im Hintergrund.

München kassiert erstmals Lizenzgebühren für Influencer-Events auf dem Oktoberfest

München verlangt von Influencern nun Gebühren für die Nutzung der Oktoberfest-Marke

Die Stadt München erhebt erstmals Gebühren von Influencern, die den Namen Oktoberfest für kommerzielle Veranstaltungen nutzen. In diesem Jahr zahlte Cathy Hummels eine Lizenzgebühr für ihren traditionellen WiesnBummel – ein prominentes Treffen, das längst zu den festen Highlights des Oktoberfests gehört. Damit vollzieht die Stadt einen Wandel im Umgang mit der Vermarktung ihres ikonischen Volksfests.

Seit einem Jahrzehnt zieht Cathy Hummels' WiesnBummel Prominente wie den Rapper Kollegah oder die Schauspieler Jenny Elvers und Oliver Pocher an. Die Veranstaltung dient zugleich als Marketingplattform, auf der Marken die hochkarätige Gästeschaft für Werbezwecke nutzen. Hummels, die mit ihrer Agentur Events by CH in das Event investiert, betont stets das vertrauensvolle und kooperative Verhältnis zur Stadt.

Bisher hatte München keine Gebühren für die Nutzung des Oktoberfest-Namens durch Influencer offengelegt. Doch 2024 führte die Stadt Lizenzkosten für kommerzielle Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Fest ein. Ziel ist es, Veranstaltungen wie den WiesnBummel stärker zu regulieren und die Marke Oktoberfest besser zu schützen.

Hummels begrüßte die Neuregelung und bezeichnete die Zusammenarbeit mit der Stadt als positiv. Die Behörden deuteten an, die Gebühren künftig auf weitere Influencer auszuweiten – statt auf Konfrontation setzt man dabei auf Partnerschaften.

Die Gebühr für Hummels' Event setzt einen Präzedenzfall dafür, wie München künftig mit der kommerziellen Nutzung des Oktoberfest-Images umgeht. Andere Influencer könnten ähnliche Kosten erwarten, sobald die Stadt die Kontrolle über ihre Marke verschärft. Derzeit deutet die Kooperation zwischen Hummels und den Verantwortlichen jedoch auf einen ausgewogenen Umgang zwischen Kommerz und Tradition hin.

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