15 March 2026, 08:01

Karlspreis 2022 ehrt belarussische Opposition für ihren Kampf gegen Lukascenko

Ein weißer Papierbogen mit den Worten "Ukraine steht für Freiheit, stehen Sie mit Ukraine" liegt vor einer gelben Fahne auf dem Boden, rechts daneben eine Plastikabdeckung mit verschiedenen Gegenständen.

Karlspreis 2022 ehrt belarussische Opposition für ihren Kampf gegen Lukascenko

Drei Führungsfiguren der belarussischen Oppositionsbewegung von 2020 sind mit dem Internationalen Karlspreis 2022 für ihren Kampf gegen das autoritäre Regime ausgezeichnet worden. Swjatlana Zichanouskaja, Maria Kalesnikawa und Veronika Zepkalo erhielten die Ehrung für ihr Engagement zugunsten demokratischen Wandels. Der Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen Europas und würdigt seit 1950 Beiträge zur Einheit und zum Fortschritt des Kontinents.

Die Oppositionellen stiegen während der Massenproteste in Belarus nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2020 zu bekannten Persönlichkeiten auf. Ihr Einsatz stellte die langjährige Regierung infrage und lenkte die internationale Aufmerksamkeit auf die politische Unterdrückung im Land.

Maria Kalesnikawa wurde im September 2020 in Minsk festgenommen. Ein Jahr später verurteilte ein Gericht sie wegen ihrer Rolle in den Protesten zu elf Jahren Haft. Ihre Inhaftierung wurde zum Symbol für die brutale Niederschlagung abweichender Meinungen in Belarus.

Im Dezember 2025 kam Kalesnikawa frei und zog später nach Deutschland. Dort traf sie in Aachen mit Armin Laschet zusammen – ein Treffen, das die anhaltende Unterstützung für Demokratie in Europa unterstrich. Die Begegnung betonte zugleich die Bedeutung des Preises als Zeichen gegen Unterdrückung.

Zu den früheren Preisträgern des Karlspreises gehören Persönlichkeiten wie Angela Merkel und Emmanuel Macron. Mit der Wahl der belarussischen Aktivistinnen lenkte das Komitee den Fokus auf den Kampf für Menschenrechte und politische Freiheit in Osteuropa.

Kalesnikawa lebt heute nach ihrer Haftentlassung in Deutschland. Der Preis von 2022 bleibt eine Anerkennung für sie und ihre Mitstreiterinnen, die sich gegen Autoritarismus stellen. Ihre Geschichte hält die Aufmerksamkeit für die politische Lage in Belarus und den weiteren Einsatz für demokratische Werte in Europa wach.

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