Jens Meifert wird neuer Chefredakteur der Kölnischen Rundschau
Die Kölnische Rundschau hat Jens Meifert zum neuen Chefredakteur ernannt. Die Berufung erfolgt zu einer Zeit, in der die Regionalzeitung sich an veränderte Mediennutzung anpasst: Während die Auflage der Printausgabe sinkt, bleibt das digitale Wachstum stabil. Meifert, ein langjähriger Journalist, wird künftig die redaktionelle Ausrichtung der Zeitung in einer neu strukturierten Newsroom-Organisation leiten.
Jens Meifert trat 1998 der Kölnische Rundschau bei und baute eine Karriere auf, die eng mit der Redaktion verbunden ist. Seit 2021 leitete er das Kölner Lokalressort, im Mai 2025 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur befördert. Für seine Arbeit erhielt er Auszeichnungen wie den Theodor-Wolff-Preis und den Watchdog-Preis des Deutschen Presseverbandes.
Die Zeitung, die zur Mediengruppe Kölner Stadt-Anzeiger gehört, wird künftig in einem gemeinsamen Newsroom arbeiten, behält aber ihre eigene redaktionelle Identität. Ziel der Umstrukturierung ist es, die regionale Berichterstattung zu stärken, indem Ressourcen innerhalb der Gruppe gebündelt werden. Der Kölner Stadt-Anzeiger zählt zu den führenden digitalen Nachrichtenanbietern Deutschlands und umfasst ein Portfolio aus Lokalzeitungen, Online-Plattformen und Radiosendern.
Trotz rückläufiger Printauflagen verfügt die Kölnische Rundschau über eine treue Leserschaft in Köln und dem Rheinland. Ihre digitale Reichweite ist zwar geringer als die nationaler Wettbewerber, verzeichnet aber gruppenweit rund 60 Millionen monatliche Aufrufe. Gerald Selch, Chefredakteur der Kölner Stadt-Anzeiger Medien, begrüßte Meiferts Ernennung als wichtigen Schritt zur Stärkung des lokalen Journalismus.
Unter Meiferts Führung wird die Kölnische Rundschau eine Phase der engeren Zusammenarbeit innerhalb der Mediengruppe einleiten. Die Zeitung bleibt ihrem regionalen Publikum verbunden und profitiert gleichzeitig von gemeinsamen redaktionellen Ressourcen. Der Schritt spiegelt die allgemeinen Bestrebungen wider, sich an veränderte Mediennutzungsgewohnheiten anzupassen, ohne dabei die eigenständige journalistische Stimme zu verlieren.