Fußball-Saison 2024/2025: Mehr Pyro, weniger Verletzte – ein zwiespältiger Trend
Ibrahim KargeFußball-Saison 2024/2025: Mehr Pyro, weniger Verletzte – ein zwiespältiger Trend
Fußballbezogene Vorfälle in Deutschland zeigen gemischte Entwicklungen in der Saison 2024/2025
In der Saison 2024/2025 zeigten sich in Deutschland beim Thema Fußball und Sicherheit sowohl positive als auch besorgniserregende Trends. Während einige Formen von Fehlverhalten stark zunahmen, gingen andere deutlich zurück. Gleichzeitig stiegen die Zuschauerzahlen, da mehr Fans in die Stadien zurückkehrten.
Besonders alarmierend war der deutliche Anstieg des Missbrauchs von Pyrotechnik: Mit 4.783 registrierten Verstößen gab es einen Anstieg um 73 % im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sanken Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz von 721 auf 468. Trotz dieser Entwicklungen verringerte sich die Zahl der verletzten Zuschauer, Spieler und Mitarbeiter um 17,2 % – insgesamt wurden in den drei höchsten Ligen 1.107 Vorfälle gemeldet.
Auch die Anzahl der strafrechtlichen Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal ging um 22 % zurück und belief sich auf 5.197 Fälle. Dennoch stieg die Zahl der als potenziell gewaltbereit eingestuften Personen um 280 auf etwa 18.000. Zudem blieben bundesweit fast 600 Stadionverbote bis August 2025 in Kraft.
Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) wertete 1.170 Spiele der drei höchsten Ligen sowie 1.513 Partien der Regionalligen aus. Obwohl der Polizeieinsatz um 8,8 % zurückging, blieb das Aufkommen auf hohem Niveau. Auch die Verletzungen von Beamten und Ordnern nahmen im Vergleich zur Vorsaison ab.
Die Zuschauerzahlen hingegen boten ein positiveres Bild: Rund 32,95 Millionen Fans besuchten die Spiele in allen Wettbewerben – ein Plus von 15 %.
Die Saison 2024/2025 zeigte somit Fortschritte, aber auch anhaltende Herausforderungen im deutschen Fußball. Weniger Verletzte und Strafverfahren deuten auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen hin, doch der zunehmende Missbrauch von Pyrotechnik und die wachsende Zahl gewaltbereiter Fans bleiben Problemfelder. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau – besonders vor dem Hintergrund steigender Zuschauerzahlen.






