14 April 2026, 00:07

Fortuna Düsseldorf ringt mit NRW um 1,7 Millionen Corona-Hilfen – Gericht schlägt Kompromiss vor

Fußballspieler in Sportkleidung und Helmen konkurrieren auf einem Feld mit Zuschauern, Stadionstrukturen und Text unten.

Streit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf prüft Ende - Fortuna Düsseldorf ringt mit NRW um 1,7 Millionen Corona-Hilfen – Gericht schlägt Kompromiss vor

Fortuna Düsseldorf bleibt in einen Rechtsstreit mit dem Land Nordrhein-Westfalen um 1,7 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen verwickelt. Der Streit dreht sich um die Frage, ob der Verein die Gelder zurückzahlen muss. Ein aktueller Vorschlag des Gerichts zielt auf einen Kompromiss ab. Beide Seiten haben nun vier Wochen Zeit, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Der Konflikt entstand, nachdem Fortuna Düsseldorf während der Pandemie finanzielle Unterstützung erhalten hatte. Das Land argumentierte später, die Umsatzeinbußen des Clubs seien nicht allein auf die Corona-Beschränkungen zurückzuführen, sondern auch auf den Abstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2020. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf gab dem Verein zunächst recht und entschied, dass das Land keinen Anspruch auf die Rückforderung der Hilfsgelder habe.

Das Oberverwaltungsgericht Münster prüfte den Fall und schlug am 22. Oktober 2025 vor, das Verfahren zu beenden. Statt der vollen 1,7 Millionen Euro empfahl das Gericht eine Teilrückzahlung von weniger als 500.000 Euro. Die Richter kritisierten zudem, dass das Land bei der Verteilung der Hilfen an andere Vereine uneinheitliche Maßstäbe angelegt habe.

Für Fortuna Düsseldorf hat die Blockade der Mittel zu finanziellen Engpässen geführt. Der Verein warnte, der anhaltende Streit setze ihn im Ligabetrieb in einen Wettbewerbsnachteil. Gleichzeitig ist das Urteil der Vorinstanz noch nicht rechtskräftig, sodass die Hilfsgelder bis zu einer endgültigen Klärung nicht abgerufen werden können.

Laut dem Gerichtsvorstoß müsste der Verein seine Klage teilweise zurücknehmen, um eine Einigung zu erreichen. Beide Parteien haben nun bis Mitte November Zeit, sich auf eine Regelung zuigen oder den Rechtsweg weiterzuverfolgen.

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Der Vorschlag des Oberverwaltungsgerichts bietet eine mögliche Lösung für den langwierigen Streit. Falls angenommen, würde Fortuna Düsseldorf nur einen Bruchteil der ursprünglichen Summe zurückzahlen und so seine finanzielle Belastung verringern. Das Ergebnis wird entscheiden, ob der Verein die rechtliche Unsicherheit endlich hinter sich lassen und sich auf seine sportliche Zukunft konzentrieren kann.

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