Duisburger Jobinitiative bringt Hunderten Langzeitarbeitslosen neue Chancen
Klemens GorlitzDuisburger Jobinitiative bringt Hunderten Langzeitarbeitslosen neue Chancen
Lokales Beschäftigungsprojekt in Duisburg hilft Hunderten bei Jobsuche und Ausbildung
Seit Anfang 2023 hat eine lokale Beschäftigungsinitiative in Duisburg Hunderten Menschen geholfen, eine Arbeit oder eine Ausbildung zu finden. Das BIWAQ-Programm (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) konzentriert sich darauf, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund in benachteiligten Stadtteilen zu unterstützen. Bisher haben 827 Personen teilgenommen – viele von ihnen konnten eine Anstellung finden oder ihre Berufschancen verbessern.
Das BIWAQ-Projekt Duisburg wird vom städtischen Referat für Wirtschaftsförderung, Europäische Fördermittel und Zuschüsse koordiniert und arbeitet eng mit dem Jobcenter Duisburg, lokalen Unternehmen sowie Quartiersteams in Marxloh und Hochfeld zusammen. Die Teilnehmer erhalten kostenlose, maßgeschneiderte Unterstützung – von der Stellensuche über Bewerbungstraining und Lebenslaufoptimierung bis hin zu Schulungen in digitalen Kompetenzen und Vorstellungsgesprächs-Coaching.
Praktische Einstiegsmöglichkeiten bieten unter anderem Arbeitserprobungen und Jobs in lokalen Bauprojekten, etwa im Zusammenhang mit der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Hochfeld. Zu den Erfolgsgeschichten zählen eine alleinstehende syrische Mutter dreier Kinder, die nun in einer Kita arbeitet, ein afghanischer Mann, der eine Festanstellung in der Altenpflege gefunden hat, sowie ein marokkanischer Mitarbeiter im kommunalen Dienst. Auch ein ukrainischer Ingenieur konnte über das Programm eine Stelle bei Siemens sichern.
Seit dem Start haben 171 Menschen eine Arbeit gefunden, 32 eine Berufsausbildung begonnen und 222 ihre Beschäftigungschancen deutlich verbessert. Besonders profitiert haben dabei benachteiligte Gruppen: 670 Arbeitslose und 735 Personen mit Migrationshintergrund nahmen am Programm teil.
Bundesweit sind mittlerweile 28 Städte – darunter Berlin, Hamburg und München – an der aktuellen BIWAQ-Förderrunde beteiligt. Besonders hohe Beteiligung verzeichnen Regionen wie Nordrhein-Westfalen und Bayern. Pilotprojekte in Stuttgart und im Ruhrgebiet zeigen, dass über 70 Prozent der Teilnehmer innerhalb eines Jahres in ein stabiles Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden konnten.
Das BIWAQ-Programm in Duisburg hat bereits messbare Erfolge erzielt: Hunderte Menschen fanden eine Arbeit oder eine Ausbildungsstelle. Während ähnliche Initiativen in ganz Deutschland ausgebaut werden, profitieren immer mehr Städte von einer besseren Integration benachteiligter Gruppen in den Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse deuten auf einen praxisnahen Ansatz hin, der Menschen dabei hilft, Hindernisse auf dem Weg in den Beruf zu überwinden.