20 April 2026, 08:02

Bergisch Gladbach: Wie eine Stadt zur heimlichen Autohochburg Deutschlands wurde

Eine lange Reihe von Taxis, die entlang einer belebten Straße in Berlin, Deutschland, geparkt sind, mit Fahrradfahrern und Fußgängern auf dem Gehweg, flankiert von Bäumen und Laternenmasten und Gebäuden, einem Bogen und einem Turm im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Bergisch Gladbach: Wie eine Stadt zur heimlichen Autohochburg Deutschlands wurde

Bergisch Gladbach hat sich als Autohochburg einen Namen gemacht. Die Stadt beherbergt alles – von Autohäusern und Waschanlagen über Forschungsinstitute bis hin zu einem Denkmal für parkende Fahrzeuge. Mit einer hohen Dichte an Privatwagen und umfangreichen Parkmöglichkeiten ist ihre Verbindung zur Automobilkultur tief verwurzelt.

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Die autozentrierte Identität der Stadt beginnt mit ihrer Infrastruktur: Die Autobahn A4 durchquert Bergisch Gladbach auf etwa zehn Kilometern und bietet drei Ein- und Ausfahrten. Diese gute Anbindung fördert eine blühende Automobilbranche, darunter vermutlich die höchste Dichte an Autohäusern pro Einwohner in der Region.

Doch nicht nur der Verkauf steht im Fokus – auch die Pflege der Fahrzeuge wird großgeschrieben: Drei dedizierte Waschanlagen sorgen für Glanz. Ein weiteres Markenzeichen ist das Parken: Das Stadtzentrum verfügt über eine ungewöhnlich hohe Zahl an Stellplätzen und Parkhäusern, die den üblichen Bedarf für Privatfahrzeuge bei Weitem übersteigen.

Bildung und Forschung festigen den Bezug zur Automobilwelt. Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) bietet ein Studienprogramm für Automobilwirtschaft an und bereitet Studierende auf Karrieren in der Branche vor. In der Nähe, im Stadtteil Frankenforst, hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ihren Sitz und forscht zu Verkehrssicherheit und Fahrzeugtechnik. Auch das Center of Automotive Management (CAM) ist in Bergisch Gladbach ansässig – auf dem Gelände des ehemaligen Zanders-Standorts.

Ein kurioses Wahrzeichen unterstreicht die Automobilbegeisterung: Ein Denkmal für parkende Autos würdigt die Leidenschaft der Stadt für das Fahren. Eine frühere Richtigstellung klärte übrigens auf, dass das einstige lokale Wahrzeichen Haus Kradepohl bereits 2009 abgerissen wurde – und nicht, wie fälschlich berichtet, 2019.

Mit rund 650 Privatwagen pro 1.000 Einwohner ist der automobilgeprägte Charakter Bergisch Gladbachs unübersehbar. Die Kombination aus Autohäusern, Forschungszentren und sogar einem Park-Denkmal festigt den Ruf als eine Stadt, die von Fahrzeugen geprägt ist. Diese Infrastruktur und das Know-how ziehen weiterhin Unternehmen und Studierende in die Region.

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