13 March 2026, 22:02

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Eine Parkbank auf einer grünen Wiese umgeben von Bäumen, Masten, Lichtern und Gebäuden, mit einem Mülleimer im Vordergrund.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Auf einer ehemaligen Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark. Der Kreis Borken hat das Projekt genehmigt, das das brachliegende Gelände in ein Zentrum für erneuerbare Energien verwandeln soll. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) übernimmt die Umsetzung – mit einem straffen Zeitplan, um staatliche Fördermittel zu sichern.

Die Deponie wurde am 30. September 2008 geschlossen und liegt seitdem fast 17 Jahre lang ungenutzt. Zwar erschwert das unebene, nachsackende Gelände klassische Bebauung, doch für Solarmodule ist es ideal. Das Areal gehört gemeinsam dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus, die sich auf die Nachnutzung für saubere Energie verständigt haben.

Die Pläne für das Gelände gehen über Solarstrom hinaus: Geprüft wird auch der Bau eines Großspeichers, um überschüssige Windenergie zwischenspeichern zu können. Gelingt das Vorhaben, könnte der Solarpark die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie senken – und so möglicherweise die Müllgebühren für Haushalte in der Region reduzieren.

Um staatliche Zuschüsse zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein. Das Projekt markiert den Wandel des Geländes von der Abfallentsorgung zur nachhaltigen Energieerzeugung.

Aus einer jahrelang brachliegenden Deponie wird so ein aktiver Energiestandort. Bis Mitte 2025 könnte er nicht nur die Kosten für Anwohner verringern, sondern auch die erneuerbaren Energien in der Region stärken. Zudem ebnet das Vorhaben den Weg für künftige Energiespeicherlösungen in Westmünsterland.

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