Windenergie im Kreis Gütersloh: 13 neue Riesenräder bis 2027 geplant
Großer Ausbau der Windenergie im Kreis Gütersloh
Im Kreis Gütersloh läuft derzeit ein massiver Ausbau der Windenergie. Die Deutsche WindXperts GmbH plant bis Ende 2027 den Bau von 13 neuen Windkraftanlagen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro. Der Schub folgt auf neue Regelungen, die höhere Anlagen in geringerer Entfernung zu Wohngebieten erlauben.
Das Unternehmen wird 13 Windräder errichten, die jeweils Höhen von 229 oder 249,5 Metern erreichen. Drei davon werden vom Typ Enercon E-175 sein, darunter ein Ersatz für die 23 Jahre alte Anlage in Spexard, der elf Millionen Euro kosten wird. Zehn Windräder entstehen in Harsewinkel – sieben in Greffen und drei in Marienfeld –, weitere in Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und Gütersloh.
Allein in diesem Jahr genehmigte der Kreis 18 neue Anlagen, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur vier im Jahr 2021. Aktuell sind 34 Windräder in Betrieb, doch mit den neuen Projekten wird sich ihre Zahl mehr als verdoppeln. Weitere 29 Anträge sind in Bearbeitung, sodass insgesamt 47 Windkraftanlagen geplant sind.
Der Boom folgt auf eine Lockerung der Abstandsregeln in Nordrhein-Westfalen. Windräder dürfen nun bis zu doppelt so hoch sein wie ihr Abstand zum nächsten Wohnhaus, was den Bau höherer und effizienterer Anlagen ermöglicht.
Alle 13 neuen Windräder sollen bis Ende 2027 voll in Betrieb sein. Die Erweiterung wird die Windenergiekapazität des Kreises deutlich steigern, wobei sich die meisten neuen Anlagen in Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz konzentrieren. Die Investition von WindXperts zählt zu den größten Erneuerbare-Energien-Projekten der Region.






