Wie radikale Freundlichkeit den Alltagsärger in Gelassenheit verwandelt
Ibrahim KargeWie radikale Freundlichkeit den Alltagsärger in Gelassenheit verwandelt
Radikale Freundlichkeit: Ein ungewöhnlicher Ratgeber für den Umgang mit Alltagsärger
Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ präsentiert unkonventionelle Ratschläge, wie man tägliche Frustrationen meistert. Es schlägt vor, auf Ärgernisse mit Freundlichkeit zu reagieren – selbst in Situationen, die normalerweise Wut auslösen.
Die Autorin rät, Menschen sogar für kleine Unannehmlichkeiten zu danken, etwa wenn jemand den letzten Parkplatz wegnimmt oder sich in der Schlange vor der Bäckerei vordrängelt. Auch sich selbst gegenüber wird zu mehr Nachsicht geraten: Statt harter Selbstkritik sollen humorvolle Bezeichnungen wie „kognitiver Minimalist“ die Stimmung aufhellen.
Zur Veranschaulichung greift das Buch kulturelle Eigenheiten auf. In Österreich etwa gibt es über 50 Wörter für „Idiot“ – von „Dodel“ bis „Nudelaug“. Fluchen wird dort mit einer Energiequelle oder einer Art Yoga verglichen. Langsame Fahrer auf der Südautobahn, so der Scherz, seien so belebend wie ein koffeinfreies Energydrink.
Ziel des Ansatzes ist es, Ärger in eine Chance für Verbindung umzudeuten. Indem man Frust durch Humor oder Dankbarkeit ersetzt, so die These, lassen sich Alltagsbegegnungen angenehmer gestalten – gegenüber anderen wie auch sich selbst.
