Wesels erstes gemeinsames Iftar stärkt interreligiösen Dialog in der Stadt
Tassilo HeßWesels erstes gemeinsames Iftar stärkt interreligiösen Dialog in der Stadt
Wesel veranstaltete erstes gemeinschaftliches Iftar am 13. März 2026
In Wesel kam am 13. März 2026 das erste gemeinsame Iftar der Stadt zusammen, bei dem Menschen verschiedener Glaubensrichtungen an einem Tisch Platz nahmen. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen lokalen Religionsgemeinschaften zu fördern. Rund 100 Gäste folgten der Einladung, darunter Vertreter islamischer und christlicher Gemeinden sowie politischer Organisationen.
Eröffnet wurde das Iftar mit dem traditionellen Gebetsruf, bevor die Teilnehmer gemeinsam das Fasten brachen. Ein abwechslungsreiches Büfett lud zum gemeinsamen Essen ein – ein Symbol für Einheit und Verbundenheit. Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, betonte später die tiefe Bedeutung des Teilens von Mahlzeiten als Geste der Verbindung.
Veranstaltet wurde der Abend von islamischen Kulturvereinen, katholischen und evangelischen Kirchen sowie der Stadt Wesel. Bürgermeister Rainer Benien unterstrich in seiner Ansprache, wie wichtig es sei, Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt in der Gemeinschaft zu stärken. Die Organisatoren dankten zudem allen beteiligten Gruppen sowie der Integrationsbeauftragten der Stadt für ihr Engagement.
Wesel reiht sich damit in die Liste deutscher Städte wie Dortmund, Gelsenkirchen und Hannover ein, die bereits interreligiöse Iftar-Veranstaltungen ausrichten. In Gelsenkirchen fand das Event am 22. März 2025 in der DITIB Mescid-i Aksa Camii Hassel e.V. statt, während Hannover seit 2022 ähnliche Initiativen unterstützt. Diese Begegnungen spiegeln eine wachsende Tradition der interreligiösen Zusammenarbeit während des Ramadan wider – eines Monats von tiefer religiöser Bedeutung für Muslime.
Das Iftar in Wesel markiert einen Schritt hin zu stärkeren Gemeinschaftsbanden durch geteilte Traditionen. Da immer mehr Städte ähnliche Formate übernehmen, gewinnt der interreligiöse Dialog in ganz Deutschland an Fahrt. Die Initiative zeigt, wie lokale Zusammenarbeit vielfältige Gruppen auf sinnvolle Weise zusammenbringen kann.






