16 March 2026, 22:01

Wasserstoff zwischen Hoffnung und Realität: Warum die Technologie noch kämpft

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030", für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Wasserstoff zwischen Hoffnung und Realität: Warum die Technologie noch kämpft

Wasserstofftechnologie bleibt trotz Investitionen und politischer Unterstützung eine Herausforderung

Der norwegische Konzern Nel ASA kämpft weiterhin mit schwacher Nachfrage und rückläufigen Umsätzen, auch wenn sich der Aktienkurs zuletzt leicht erholt hat. Gleichzeitig hält die deutsche Stadt Bielefeld trotz anhaltender Betriebsprobleme an wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen fest.

Das Geschäftsmodell von Nel ASA basiert auf der Wasserstoffproduktion, doch das Unternehmen hatte mit sinkenden Verkäufen und geringer Nachfrage zu kämpfen. Der Aktienkurs erreichte Ende 2024 mit 0,17 Euro ein Rekordtief, stieg jedoch bis März 2026 auf etwa 0,45 Euro – begünstigt durch neues Investoreninteresse an grünem Wasserstoff, Partnerschaften mit Unternehmen wie Hy24 und Fortescue sowie bessere Quartalszahlen im vierten Quartal 2025. Auch EU-Förderprogramme für die Elektrolyseur-Produktion gaben dem Unternehmen Rückenwind.

In Deutschland hat der kommunale Entsorgungsbetrieb der Stadt Bielefeld mit seinen wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeugen Probleme: Treibstoffknappheit und technische Ausfälle behindern den reibungslosen Betrieb. Trotz dieser Rückschläge werten Stadtvertreter die Schwierigkeiten als typische Anfangshürden und bleiben ihrer Wasserstoffstrategie treu.

Unterdessen verlor der britische Wasserstoffspezialist ITM Power am Montag 2,1 Prozent und notierte bei 0,73 Euro – und das, obwohl das Unternehmen kurz zuvor die finale Investitionsentscheidung für ein großes Wasserstoffprojekt bekannt gegeben hatte.

Zwar hat sich der Aktienkurs von Nel ASA teilweise erholt, doch das Kerngeschäft leidet weiterhin unter schwacher Nachfrage. Auch Bielefelds Wasserstoff-Lkw kämpfen mit praktischen Problemen, doch die lokalen Verantwortlichen zeigen keine Anzeichen, die Technologie aufzugeben. Der Sektor bleibt volatil, wobei die Aktienkurse sowohl auf Projektfortschritte als auch auf die allgemeine Marktstimmung reagieren.

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