03 April 2026, 06:02

Vom Flüchtling zum Rheinländer: Wie Hosheen Shekhi in Deutschland heimisch wurde

Plakat zum 70-jährigen Jubiläum des Kaiser-Huldigungsfestes in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen umgeben von Text und Zahlen in einem Rahmen.

Vom Flüchtling zum Rheinländer: Wie Hosheen Shekhi in Deutschland heimisch wurde

Hosheen Shekhi kam 2015 als kurdischer Flüchtling aus Damaskus nach Deutschland. Heute lebt er in Schildgen, arbeitet in Leverkusen und hat sich ein Leben aufgebaut, in dem er mit seiner neun Monate alten Tochter Deutsch spricht. Seine Geschichte spiegelt das Engagement einer lokalen Willkommensinitiative wider, die seit 2015 über 1.000 Geflüchteten geholfen hat, in Bergisch Gladbach Fuß zu fassen.

Zunächst zog Shekhi nach Niedersachsen, kehrte aber bald ins Rheinland zurück – er hatte gemerkt, dass er sich dort zu Hause fühlte. In Schildgen lebte er bei einer einheimischen Familie, die ihn beim Spracherwerb unterstützte. Obwohl er nie einen offiziellen Sprachkurs besuchte, bestand er die B1-Prüfung in Deutsch und träumt mittlerweile sogar auf Deutsch.

Etwa 100 Einwohner von Schildgen hatten 2015 eine Willkommensinitiative ins Leben gerufen, um neu angekommene Geflüchtete zu unterstützen. Dazu gehörte auch Husain Husain, ein Maschinenbauingenieur, der trotz Sprachbarrieren eine Arbeitsstelle fand. Auch Shekhi fand Halt: 2023 war er bereits bei der örtlichen Arbeitsagentur angestellt.

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Mittlerweile fest verwurzelt, spricht er täglich Deutsch mit seiner Tochter und zählt vor allem Deutsche zu seinem Freundeskreis. Er sieht sich nicht mehr als Außenseiter, sondern als Rheinländer.

Shekhis Geschichte ist eine von vielen, die mit der Schildgener Initiative verbunden sind, die seit 2015 über 1.000 Geflüchteten zur Seite stand. Seine Integration – durch Sprache, Arbeit und Gemeinschaft – zeigt, wie lokale Initiativen langfristig prägen können. Heute zieht er sein Kind in der Region groß, die er nun seine Heimat nennt.

Quelle