Thalia übernimmt Teile der insolventen Stein Media Group – Kartellamt stimmt zu
Luitgard RitterThalia übernimmt Teile der insolventen Stein Media Group – Kartellamt stimmt zu
Bundeskartellamt genehmigt Übernahme von Teilen der Stein Media Group durch Thalia
Das Bundeskartellamt hat den Kauf zentraler Bereiche der Stein Media Group durch die Thalia Group freigegeben. Die am 18. November bekannt gegebene Entscheidung ermöglicht es Thalia, seine Präsenz im Buchhandel weiter auszubauen. Die Stein Media Group hatte erst zwei Monate zuvor, im September 2023, Insolvenz angemeldet.
Die Übernahme umfasst zwei Haupttransaktionen: Die Thalia Bücher GmbH übernimmt die A. Stein'sche Buchhandlung in Werl. Gleichzeitig erwirbt die Thalia-Tochter Lehmanns Media GmbH Vermögenswerte der Stein'sche Mediengruppe GmbH, die ebenfalls in Werl ansässig ist.
Das Bundeskartellamt äußerte keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken. Präsident Andreas Mundt betonte, dass sich der Deal auf ein Nischensegment – spezialisierte Informationsdienste – konzentriere und nicht den breiten Büchermarkt betreffe. Zudem verwies er darauf, dass Thalia den deutschen Buchhandelsmarkt bereits dominiert: Das Unternehmen betreibt rund 570 Filialen in der DACH-Region und unterhält einen eigenen Online-Shop.
Lehmanns Media, eine Thalia-Tochter, ist bereits im selben Segment der spezialisierten Informationsdienste tätig. Welche konkreten Vermögenswerte der Stein Media Group verkauft werden, blieb jedoch undurchsichtig.
Die Übernahme wirft Fragen auf: Wie kam es zur Insolvenz der Stein Media Group? Und welche Veränderungen wird die Übernahme unter der Führung von Lehmanns und Thalia mit sich bringen?
Mit der regulatorischen Genehmigung kann die Thalia Group nun die übernommenen Vermögenswerte integrieren. Der Schritt festigt ihre Position sowohl im allgemeinen Buchhandel als auch im Bereich der spezialisierten Informationsdienste. Die langfristigen Auswirkungen auf den Markt hängen jedoch davon ab, wie die neu erworbenen Geschäftsbereiche geführt werden.






