19 March 2026, 20:01

Streiks im ÖPNV: Wie NRW-Eltern ihre Kinder trotz Chaos zur Schule bringen

Schwarzes Plakat mit weißem Hintergrund, das "Schulgeschwindigkeit 25 bei Anwesenheit von Kindern" in fetter schwarzer Schrift anzeigt.

Streiks im ÖPNV: Wie NRW-Eltern ihre Kinder trotz Chaos zur Schule bringen

Streiks im Öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen erschweren Familien den Schulweg

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Die anhaltenden Streiks im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Nordrhein-Westfalen stellen viele Eltern vor Probleme, ihre Kinder pünktlich zur Schule zu bringen. Zwar besteht weiterhin Schulpflicht, doch für manche Familien wird die Situation durch ausgefallene Bus- und Bahnverbindungen zur Herausforderung. Schulen und Behörden haben zwar Lösungsansätze entwickelt – doch nicht alle Vorschläge wurden genehmigt.

Die Bielefelder Gesamtschule Rosenhöhe hatte kürzlich beantragt, für ältere Schülerinnen und Schüler während der Streiktage auf Distanzunterricht umzustellen. Das Vorhaben wurde jedoch vom Schulministerium des Landes abgelehnt, da Homeschooling in solchen Fällen nicht als Alternative zugelassen ist. Keine andere Schule in der Region hat in den vergangenen Jahren einen vergleichbaren Antrag gestellt.

Viele Eltern an der Rosenhöhe-Schule kämpfen damit, ihre Kinder bei ausfallendem Bus- und Bahnverkehr zur Schule zu bringen. Einige verfügen über kein Auto, arbeiten in Vollzeit oder meistern den Alltag allein. Manche mussten bereits ihre Arbeitszeiten anpassen – mit Lohnausfällen oder Zeitverlusten als Folge.

Trotz der Einschränkungen bleibt die Schulpflicht bestehen, selbst wenn Streiks angekündigt sind. Um die Situation zu entlasten, wird der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel am Freitag vorrangig Schulverbindungen bedienen. Damit soll sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler trotz der anhaltenden Arbeitsniederlegungen den Unterricht erreichen.

Die Streiks zwingen viele Familien zu Improvisationen: Eltern organisieren ihre Arbeitszeiten um oder sehen sich mit logistischen Hürden konfrontiert. Die Entscheidung von MoBiel, den Schülertransport zu priorisieren, bringt zumindest vorübergehend Entlastung. Distanzunterricht als Ausweg bleibt jedoch tabu – für die Kinder heißt es also auch während der Streiks: Die Schule muss besucht werden.

Quelle