Stille Mahnwache in Bergisch Gladbach gedenkt der Hamas-Geiseln zwei Jahre nach dem Angriff
Tassilo HeßStille Mahnwache in Bergisch Gladbach gedenkt der Hamas-Geiseln zwei Jahre nach dem Angriff
Eine kleine, aber entschlossene Gruppe versammelte sich diese Woche in Bergisch Gladbach, um an den zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel zu erinnern. Rund 40 Menschen nahmen an einer Mahnwache auf dem Marktplatz teil und forderten die Freilassung der Geiseln, die seit dem 7. Oktober 2023 noch immer festgehalten werden. Die Veranstaltung war Teil einer langjährigen Reihe wöchentlicher Kundgebungen, die von lokalen Partnerschaftsvereinen organisiert werden.
Seit zwei Jahren treffen sich jeden Dienstag um 18 Uhr auf dem Trotzenburgplatz die Mitglieder des Partnerschaftsvereins Ganej Tikwa – Bergisch Gladbach und der Solidaritätspartnerschaft Bergisch Gladbach – Nir Oz. Im Mittelpunkt steht weiterhin die humanitäre Krise der Geiseln und ihre Freilassung – ohne dabei politisch Stellung zu beziehen.
Schon am frühen Morgen desselben Tages, um 6:56 Uhr, hatten sich etwa zwölf Personen am Holocaust-Mahnmal im Villa-Zanders-Park versammelt. Sie gedachten der Opfer des Hamas-Angriffs von 2023, doch diesmal fehlte die israelische Flagge, die einst am Rathaus gehisst worden war.
Bei der Abendkundgebung verlas Petra Hemming, Vorsitzende des Vereins, ein Interview mit einer Überlebenden. Ein israelischer Gast sang anschließend die Hatikva, die Nationalhymne Israels. Trotz des feierlichen Anlasses blieben lokale Amtsträger fern, und auch Passanten hielten nicht inne, um teilzunehmen.
Die Bemühungen der Gruppe stoßen nach wie vor auf wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Ihr wöchentlicher Newsletter Der Tag in GL erreicht die Abonnenten täglich um 7:07 Uhr, doch die Mahnwachen selbst bleiben stille, fast unbeachtete Veranstaltungen.
Zwei Jahre lang haben die Vereine ihre wöchentlichen Treffen ohne politische Ausrichtung aufrechterhalten. Ihre Forderung nach Freilassung der Geiseln bleibt unerfüllt. Die Kundgebungen gehen weiter – doch das öffentliche Interesse in Bergisch Gladbach hält sich in Grenzen.






