20 June 2026, 00:01

Solingen streitet um Zukunft von Buschfeld: Freifläche oder Wohnraum?

FDP: Regionalrat lehnt künftige Siedlungsentwicklung im Buschfeld-Gebiet ab

Solingen streitet um Zukunft von Buschfeld: Freifläche oder Wohnraum?

In Solingen hat die Debatte um die Flächennutzung eine neue Wendung genommen. Der Planungsausschuss des Bezirksrats hat empfohlen, das Gebiet Buschfeld als Freifläche und landwirtschaftliche Nutzfläche umzuwidmen. Damit würde es aus dem potenziellen Wohnbaugebiet im Regionalplan Düsseldorf gestrichen.

Der Vorschlag fand im Ausschuss breite Zustimmung. Allerdings stimmten die Fraktion der FDP/Freien Wähler sowie ein SPD-Vertreter dagegen. Befürworter argumentieren, die Umwidmung werde Buschfeld dauerhaft vor Bebauung schützen und so Freiräume sowie Ackerland bewahren.

Kritik an dem Plan kommt aus verschiedenen Lagern. Die FDP/Freien Wähler werfen der Umwidmung vor, sie schränke Solingens langfristiges Wachstum ein, indem sie Flächen für Wohnraum und wirtschaftliche Expansion blockiere. Bereits während der Anhörungen hatten sich die Industrie- und Handelskammer Niederrhein sowie die Handwerkskammer Düsseldorf gegen die Maßnahme ausgesprochen.

Die endgültige Entscheidung liegt nun beim gesamten Bezirksrat. Der Streit spiegelt einen grundsätzlichen Konflikt in Solingen wider: der Abwägung zwischen Flächenschutz und der Notwendigkeit von Entwicklungsreserven.

Dass Buschfeld langfristig als potenzielles Wohngebiet erhalten bleibt, gilt als unwahrscheinlich. Wird die Umwidmung beschlossen, wäre das Gebiet künftig vor Bebauung geschützt. Die abschließende Entscheidung des Rates wird zeigen, ob der Vorrang beim Freifläschenschutz oder bei den Wachstumsinteressen liegt.

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