Solingen plant öffentliche Toilette nach neuem Sanifair-Modell in der Düsseldorfer Straße
Ibrahim KargeSolingen plant öffentliche Toilette nach neuem Sanifair-Modell in der Düsseldorfer Straße
Ein Vorschlag zur Einrichtung einer öffentlichen Toilette in Solingen stößt auf Zustimmung bei lokalen Politikern. Marc Westkämper, stellvertretender Bezirksbürgermeister, schlägt vor, einen leerstehenden Laden in der Düsseldorfer Straße für eine Sanifair-Anlage zu nutzen. Sein Argument: Die Maßnahme würde das Viertel für Anwohner und Besucher gleichermaßen aufwerten.
Die Idee ist Teil eines Pilotprojekts des Unternehmens Tank & Rast. Bereits in Bonn wurde die erste City-Sanifair-Toilette in der Fußgängerzone eröffnet. Nutzer zahlen einen Euro pro Besuch, erhalten davon jedoch 50 Cent als Gutschein für nahegelegene Geschäfte und Cafés zurück.
Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT der Solinger CDU, unterstützt den Plan. Sie setzt sich seit Langem für eine bessere Versorgung mit öffentlichen Toiletten ein und bezeichnet dies als „grundlegende städtische Notwendigkeit“. Der Bezirksrat Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid wird den Vorschlag in seiner nächsten Sitzung beraten.
Bei einer Genehmigung könnte die Solinger Toilette den Weg für ähnliche Projekte in ganz Nordrhein-Westfalen ebnen. Die Anlage wäre in einem leerstehenden Ladenlokal in der Düsseldorfer Straße untergebracht. Befürworter hoffen, dass sie die Attraktivität und den Komfort des Viertels steigert. Tank & Rast plant, das Modell bei Erfolg auf weitere Innenstädte auszuweiten.
