22 April 2026, 00:10

Solingen lehnt bessere Schulhofbeleuchtung ab – trotz Sicherheitsrisiken und Klimaschutz-Argumenten

Schuleingang mit einem Schild, umgeben von Bäumen, Straßenlaternen, Fahrzeugen und Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel.

Solingen lehnt bessere Schulhofbeleuchtung ab – trotz Sicherheitsrisiken und Klimaschutz-Argumenten

Antrag zur Verbesserung der Beleuchtung auf Schulhöfen in Solingen vom Stadtrat abgelehnt

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Ein Vorstoß der Bürgerallianz für Solingen (BfS) zur Modernisierung der Beleuchtung auf Schulgeländen ist im Stadtrat gescheitert. Die Initiative hatte sich für energieeffiziente Lösungen eingesetzt, um die Sicherheit und Barrierefreiheit zu erhöhen – fand jedoch bei keiner anderen politischen Fraktion Unterstützung.

Mit ihrem Antrag wollte die BfS vor allem die Sicherheitsbedenken auf Schulhöfen in den Abendstunden angehen. Geplant waren die Installation von LED-Leuchten, Bewegungsmeldern und optional Photovoltaikanlagen, um den Energieverbrauch und die Kosten zu senken. Die Gruppe argumentierte, dass schlecht beleuchtete Bereiche für Jugendliche zu "Angsträumen" würden und Schulhöfe nach Einbruch der Dunkelheit zu "No-Go-Areas" verkommen ließen.

Zudem betonte die BfS die ökologischen Vorteile ihres Vorschlags: Eine bedarfsgerechte Beleuchtung würde nicht nur die Sicherheit verbessern, sondern auch Energieverschwendung vermeiden. Sprecher Paul Bender kritisierte die Entscheidung des Rates scharf und warf den anderen Fraktionen Heuchelei vor – angesichts ihrer sonstigen Bekenntnisse zu Klimaschutz und öffentlicher Sicherheit.

Bender ging noch weiter und warf der Mehrheit vor, ihre Pflicht zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu vernachlässigen. Die Ablehnung sende ein "katastrophales Signal" an Familien und lasse sie "im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln", so der Sprecher. Die BfS verwies auf Rückmeldungen von Jugendlichen, die schlecht ausgeleuchtete Ecken als unsicher beschreiben – ihre Sorgen seien ignoriert worden.

Trotz der Niederlage gibt die Bürgerallianz nicht auf. Die Fraktion kündigte an, das Thema in künftigen Ratssitzungen erneut auf die Tagesordnung zu setzen und weiter für "bürgerfreundliche und sinnvolle Lösungen" zu kämpfen.

Die Ablehnung bedeutet, dass sich an der aktuellen Beleuchtungssituation vorerst nichts ändert. Alle anderen Fraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – stimmten geschlossen gegen den BfS-Plan. Die Gruppe will die Debatte nun neu entfachen und setzt dabei auf mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit auf Schulhöfen.

Quelle