Solingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Immer mehr Kinder verlassen die Grundschule als Nichtschwimmer
Ibrahim KargeSolingen kämpft um Schwimmfähigkeit: Immer mehr Kinder verlassen die Grundschule als Nichtschwimmer
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sichere Schwimmkenntnisse
Ein wachsender Anteil der Kinder in Solingen beendet die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Die Ursachen liegen in eingeschränktem Zugang zu Schwimmbädern, Personalmangel und den anhaltenden Folgen der Pandemie. Lokale Verantwortliche suchen nun nach Lösungen, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler diese lebenswichtige Fähigkeit erwerben.
Das Problem gibt Anlass zur Sorge, da Nichtschwimmer ein erhöhtes Ertrinkungsrisiko tragen – eine jährliche Gefahr in der Region. Frühzeitiger und verlässlicher Schwimmunterricht gilt nicht nur als entscheidend für die Sicherheit, sondern fördert auch die kindliche Entwicklung, stärkt das Selbstvertrauen und weckt eine lebenslange Freude an Bewegung.
Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat sieht in Schwimmhelfern einen zentralen Baustein der Lösung. Diese könnten die Lehrkräfte entlasten, indem sie kleinere Gruppen betreuen und individuelle Unterstützung anbieten. Ihre Arbeit würde helfen, den aktuellen Personalmangel zu mildern und die Qualität des Unterrichts zu verbessern.
Laut Schätzungen des Solinger Sportbunds würde ein jährliches Budget von etwa 75.000 Euro ausreichen, um an allen Schulformen ein flächendeckendes Schwimmförderprogramm zu finanzieren. Damit ließen sich strukturierte Kurse und eine bessere Betreuung für jedes Kind sicherstellen.
Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit Schwimmhelfern auszuwerten und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Auch externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten zusätzliche Ressourcen bereitstellen. Ziel ist es, ein nachhaltiges System zu schaffen, das verhindert, dass Kinder essenzielle Wasser-Sicherheitskenntnisse verpassen.
Ohne Gegenmaßnahmen werden weiterhin Schülerinnen und Schüler die Schule ohne Schwimmfähigkeiten verlassen. Die vorgeschlagenen Schritte – Schwimmhelfer, gezielte Förderung und externe Unterstützung – sollen diese Lücke schließen. Bei Umsetzung könnten sie das Ertrinkungsrisiko verringern und jedem Kind die Chance geben, eine lebensrettende Fähigkeit zu erlernen.






