30 March 2026, 02:02

Rheinmetall profitiert massiv vom globalen Rüstungsboom und neuen Milliardenaufträgen

Ein Buchumschlag mit Militärfahrzeugen und einem Text darüber, der ein Kriegs Thema suggeriert.

Rheinmetall profitiert massiv vom globalen Rüstungsboom und neuen Milliardenaufträgen

Rheinmetall expandiert rasant – Rüstungsboom in Europa und den USA treibt Wachstum voran

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall wächst schnell, da die Militäretats in Europa und weltweit stark steigen. Das Unternehmen sicherte sich kürzlich große Aufträge in Spanien, Rumänien und Italien und verzeichnete gleichzeitig ein kräftiges finanzielles Wachstum im Jahr 2025. Auch die steigenden Verteidigungsausgaben in Deutschland und den USA eröffnen dem Konzern neue Geschäftschancen.

Ende März 2026 ging Rheinmetall eine Partnerschaft mit der spanischen Indra Group ein, um die Zusammenarbeit im Bereich militärischer Fahrzeugsysteme zu intensivieren. Die Vereinbarung sieht ein geplantes Joint Venture vor, das sich auf Milliardenaufträge der spanischen Armee konzentriert, sowie Projekte für europäische und lateinamerikanische Streitkräfte.

Unterdessen wählte Rumänien Rheinmetall als Hauptauftragnehmer für acht Verteidigungsprojekte im Rahmen des EU-SAFE-Programms aus. Diese Verträge machen mehr als die Hälfte der 9,6 Milliarden Euro aus, die Rumänien für Rüstungsbeschaffungen bereitstellt.

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In Italien unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit dem Rüstungskonzern AID, um die italienischen MATS-Panzerabwehrminen auf die neuere Version MATS MK2 zu modernisieren. Diese Aufträge folgen auf eine Phase starker finanzieller Ergebnisse: Im dritten Quartal 2025 stiegen die Umsätze von Rheinmetall im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent. Die operative Marge verbesserte sich um 0,7 Punkte auf 12,9 Prozent. Der bereinigte Gewinn pro Aktie kletterte in den ersten neun Monaten 2025 im Jahresvergleich um fast 42 Prozent, während der Auftragsbestand um 23 Prozent wuchs.

Das Wachstum des Unternehmens fällt mit dem Anstieg der Militäretats zusammen. Deutschlands Verteidigungsausgaben für 2025 erreichten 88,5 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 28 Prozent gegenüber 2023 und ein Anstieg um 89 Prozent seit 2015. Der Haushalt für 2026 stieg weiter auf 129 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bis 2030 plant Deutschland, jährlich 180 Milliarden US-Dollar für Verteidigung auszugeben. In den USA bleiben die Militärausgaben mit knapp einer Billion US-Dollar für 2026 die höchsten weltweit; bis 2027 soll diese Summe auf 1,5 Billionen US-Dollar steigen.

Die jüngsten Aufträge und finanziellen Erfolge von Rheinmetall unterstreichen seine Position als zentraler Akteur auf dem wachsenden Rüstungsmarkt. Angesichts der steigenden Verteidigungsbudgets in Europa und den USA dürfte das Unternehmen in den kommenden Jahren weiter von der erhöhten Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen profitieren.

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