Polizei Paderborn ahndet massenhaft Handy-Nutzung am Steuer – ein Fahrer flüchtet fast tödlich
Luitgard RitterPolizei Paderborn ahndet massenhaft Handy-Nutzung am Steuer – ein Fahrer flüchtet fast tödlich
Polizei Paderborn führt gezielte Verkehrskontrollen gegen Ablenkung durch Handy-Nutzung durch
Am Donnerstag, dem 9. Oktober, führte die Polizei in Paderborn gezielte Verkehrskontrollen durch, um gegen Ablenkung am Steuer durch die Nutzung von Mobiltelefonen vorzugehen. Die Beamten konzentrierten sich auf Autofahrer, die gegen das Gesetz verstießen, indem sie während der Fahrt ihr Handy in der Hand hielten. Bei der Aktion wurden zahlreiche Verstöße festgestellt – darunter ein besonders eklatanter Fall mit einem minderjährigen E-Scooter-Fahrer.
Im Rahmen der Kontrollen erwischten die Beamten elf Autofahrer und zwei Radfahrer dabei, wie sie ihr Handy während der Fahrt nutzten. Ein 38-jähriger Paderborner wurde sogar zweimal angehalten – zunächst am Paderwall und später in der Kisau-Straße. Nach dem zweiten Stopp flüchtete er mit voller Geschwindigkeit und hätte dabei fast eine Frau mit einem Rollator erfasst. Sein Führerschein wurde sofort eingezogen, zudem wurde wegen Gefährdung des Straßenverkehrs Anzeige erstattet.
Ein 13-jähriger Junge wurde zudem dabei beobachtet, wie er in Schloß Neuhaus auf der Hatzfelder Straße mit einem Beifahrer auf einem E-Scooter unterwegs war. Da er minderjährig ist, verstieß er damit gegen die Verkehrsregeln. Insgesamt dokumentierte die Polizei 70 Ordnungswidrigkeiten, verhängte Bußgelder und leitete bei Bedarf weitere Ermittlungen ein.
Die Behörden wiesen auf die erheblichen Risiken hin, die von der Handy-Nutzung im Verkehr ausgehen. Studien zeigen, dass Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung die Reaktionszeit ähnlich stark beeinträchtigt wie eine Blutalkoholkonzentration von 0,8 Promille. Noch gefährlicher ist das Tippen von Nachrichten – hier entspricht die verzögerte Reaktion einem Wert von 1,1 Promille. Die Polizei rief die Autofahrer dazu auf, ihr Handy außer Reichweite zu lassen und stattdessen eine Freisprechanlage zu nutzen oder bei Bedarf anzuhalten, um telefonieren zu können.
Die Aktion machte deutlich, wie groß die Gefahren durch Ablenkung im Straßenverkehr nach wie vor sind. Es wurden zahlreiche Bußgelder verhängt und Strafanzeigen erstattet. Die Polizei betont weiterhin, wie entscheidend ungeteilte Aufmerksamkeit am Steuer ist – schon ein kurzer Blick auf das Handy könne lebensbedrohliche Situationen verursachen.






