04 April 2026, 22:01

NRW bleibt Müll-Spitzenreiter: 8,2 Millionen Tonnen Hausabfall 2024

Großer Müllhaufen auf einem Förderband in einer Recyclinganlage mit Maschinen und einem Metalldach.

Fast eine halbe Tonne Müll pro Person pro Jahr - NRW bleibt Müll-Spitzenreiter: 8,2 Millionen Tonnen Hausabfall 2024

Nordrhein-Westfalen produzierte 2024 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll – das entspricht einem Anstieg von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut Behörden hat sich der pandemiebedingte Müllanstieg zwar normalisiert, doch die Pro-Kopf-Werte bleiben auf hohem Niveau.

Während der Corona-Pandemie waren die Abfallmengen in der Region stark gestiegen. 2020 und 2021 fielen pro Einwohner jeweils 480,4 Kilogramm bzw. 491,7 Kilogramm Müll an. Damals trieben Online-Shopping, Essenslieferdienste und Gartenaktivitäten den Anfall von Verpackungs- und Bioabfällen in die Höhe.

2024 sank der Durchschnitt auf 454,2 Kilogramm pro Person. Dennoch macht der Restmüll – also nicht recycelbarer Hausabfall – fast 40 Prozent des Gesamtaufkommens aus. Weitere Abfallströme umfassen Bioabfälle, Papier, Sperrmüll, Kunststoffe und Glas.

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Bundesweit ging das Verpackungsmüllaufkommen 2023 um 5,8 Prozent zurück und belief sich auf 17,9 Millionen Tonnen. Die Pro-Kopf-Menge verringerte sich auf 215 Kilogramm – ein Rückgang gegenüber früheren Spitzenwerten. Als Gründe nennen Behörden den geringeren Einsatz von Plastiktüten, höhere Recyclingquoten und strengere EU-Verpackungsvorschriften. Allerdings treibt der Online-Handel weiterhin das Müllaufkommen in anderen Bereichen voran.

Laut Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft zeigt sich in Nordrhein-Westfalen kein klarer Aufwärtstrend bei den Abfallmengen. Zwar haben sich die pandemiebedingten Spitzenwerte verringert, doch die Region produziert nach wie vor erhebliche Mengen an Müll. Künftige Entwicklungen werden maßgeblich von nationalen Vorgaben und dem Verbraucherverhalten abhängen.

Quelle