Neuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl mit klaren Zielen bis 2030
Ibrahim KargeNeuendorf bleibt DFB-Präsident – einstimmige Wiederwahl mit klaren Zielen bis 2030
Bernd Neuendorf ist für eine zweite Amtszeit als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestätigt worden. Auf dem 45. Ordentlichen DFB-Bundestag stimmten 253 Delegierte einstimmig für ihn. Neben seiner Wiederwahl zog mit Silke Sinning auch eine neue Vizepräsidentin in die Führungsspitze ein – nach einem knappen Wahlkampf.
Neuendorfs Bestätigung erfolgte mit breiter Unterstützung aller stimmberechtigten Delegierten. Er betonte die Fortschritte seiner ersten Amtszeit und erklärte, der DFB habe sein Ansehen wiederhergestellt. Unter seiner Führung soll der Verband ein jährlich wiederkehrendes Defizit von 20 Millionen Euro beseitigt haben.
Der Präsident skizzierte eine neue Strategie, die die Vereine bis 2030 "organisatorisch zukunftsfähig" machen soll. Schatzmeister Stephan Grunwald ergänzte, der DFB strebe an, bis 2029 Rücklagen in Höhe von 100 Millionen Euro aufzubauen. Neuendorf setzte sich zudem das Ziel, die verbleibenden Schulden des Verbandes abzubauen und den Kredit für das DFB-Campus bis zum Ende seiner nächsten Amtszeit vollständig zu tilgen.
Silke Sinning gewann die Wahl zur Vizepräsidentin mit 124 Stimmen und setzte sich knapp gegen ihre Mitbewerberin Silke Raml durch, die 113 Stimmen erhielt. Nach ihrem Sieg bedankte sich Sinning bei den Delegierten und nannte sie ihr "Lebenselixier" für die erhaltene Unterstützung.
Neuendorfs zweite Amtszeit beginnt mit klaren finanziellen Zielen: Schuldenabbau und der Aufbau von Rücklagen. Die DFB-Führung steht nun vor der Aufgabe, die Strategie 2030 umzusetzen und gleichzeitig Stabilität zu wahren. Die nächsten Schritte des Verbandes hängen davon ab, ob die gesetzten finanziellen und organisatorischen Ziele erreicht werden.






