Munster plant CO₂-freie Fernwärme für über 200 Jahre durch Tiefengeothermie
Luitgard RitterMunster plant CO₂-freie Fernwärme für über 200 Jahre durch Tiefengeothermie
Ein Tiefengeothermie-Projekt in Munster könnte die Stadt für mehr als zwei Jahrhunderte mit Fernwärme versorgen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat das öffentliche Interesse an dem Vorhaben anerkannt – vor allem wegen seiner erneuerbaren und CO₂-freien Energievorteile.
Die Heide-Geo GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Munster-Bispingen, plant die Gewinnung von Erdwärme über ein eigens gegründetes Unternehmen. Nach Genehmigung würde es rechtlich als Bergbauunternehmen eingestuft. Das Unternehmen muss spezielle Betriebspläne für Maßnahmen wie Bohrungen vorlegen, die der Zustimmung des LBEG bedürfen.
Aktuell prüft das LBEG den Hauptbetriebsplan, den die Heide-Geo GmbH & Co. KG eingereicht hat. Zudem hat es sich mit einer Beschwerde befasst, die die Nutzung eines Grundstücks für die geothermische Erschließung betrifft. Nach Paragraf 40 des Bundesberggesetzes kann das LBEG die fehlende Zustimmung eines Grundstückseigentümers überstimmen. ExxonMobil hat bestätigt, dass es zusätzliche Förderbohrungen betreibt, die potenziell für die geothermische Wiederverwendung infrage kommen.
Bis zum Abschluss aller rechtlichen Verfahren ruht das Projekt. Die Geothermie-Initiative verspricht jedoch eine langfristige, nachhaltige Wärmeversorgung für Munster. Bevor die Arbeiten beginnen können, müssen zunächst alle rechtlichen und behördlichen Schritte abgeschlossen sein. Die Unterstützung des LBEG unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für die erneuerbare Energieversorgung.
