Mietpreise in NRW steigen langsamer – doch Entwarnung gibt es nicht überall
Tassilo HeßMietpreisanstieg in NRW verliert an Schwung - Mietpreise in NRW steigen langsamer – doch Entwarnung gibt es nicht überall
Mietpreise in Nordrhein-Westfalen stiegen im dritten Quartal 2023 langsamer
Zwischen Juli und September 2023 sind die Mieten in Nordrhein-Westfalen weniger stark gestiegen als in den Vormonaten. Die aktuellen Zahlen zeigen einen moderaten Anstieg von nur 0,7 Prozent im dritten Quartal – nach 0,9 Prozent zu Beginn des Jahres. Inflationsbereinigt fiel der Zuwachs sogar noch geringer aus, was für Mieter in der Region eine gewisse Entlastung bedeutet.
Die Verlangsamung markiert das niedrigste jährliche Wachstum seit Ende 2021: Innerhalb des letzten Jahres stiegen die Mieten um lediglich 4 Prozent. Während einige Städte leichte Zuwächse verzeichneten, gab es in anderen Rückgänge. Düsseldorf verzeichnete mit 0,7 Prozent den zweitstärksten Anstieg unter den deutschen Großstädten, doch die durchschnittliche Kaltmiete von 14,40 Euro blieb unter dem Niveau Kölns, wo Mieter im Schnitt 15,21 Euro zahlten.
Gleichzeitig sanken die Mieten in Bielefeld (minus 1,3 Prozent), Bocholt (0,6 Prozent) und Münster (0,4 Prozent). Am unteren Ende der Skala stachen Gelsenkirchen und Duisburg mit besonders günstigen Mieten von 7,42 Euro bzw. 8,21 Euro hervor. Trotz dieser Unterschiede dürften viele Haushalte in der Region weiterhin mit den gestiegenen Kosten kämpfen – die Sorge wächst, ob sie sich höhere Mieten überhaupt leisten können oder wollen.
Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten blieben Leipzig und Düsseldorf zwar relativ erschwinglich. Doch der allgemeine Trend deutet auf eine Abkühlung des Marktes hin: Inflationsbereinigt ist das Wachstum im gesamten Bundesland nur minimal.
Die jüngsten Daten zeigen einen deutlichen Wandel auf dem nordrhein-westfälischen Mietmarkt. Mit den niedrigsten Jahressteigerungen seit fast zwei Jahren und sinkenden Preisen in einigen Städten steht die Mieterseite weniger unter Druck als zuvor. Dennoch bleibt die Bezahlbarkeit ein zentrales Problem – besonders in teureren Städten wie Köln.






