Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Feier
Tassilo HeßMeerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Feier
Gedenkfeier in Meerbusch zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht
An diesem Sonntag findet in Meerbusch eine Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht statt. Die Feier erinnert an die Opfer der Novemberpogrome von 1938, als in ganz Deutschland jüdisches Leben brutal zerstört wurde. Anwohner sind eingeladen, sich um 18:00 Uhr an der Gedenkstätte an der Kemperallee in Lank-Latum zu versammeln.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden jüdische Gemeinden im gesamten Land Opfer brutaler Gewalt. Synagogen, Geschäfte, Wohnhäuser und kulturelle Einrichtungen wurden demoliert oder in Brand gesteckt. Viele Jüdinnen und Juden wurden bei den koordinierten Angriffen bedroht, misshandelt oder ermordet.
An der Ecke Kemperallee/Hauptstraße in Lank-Latum wurde 2003 ein Mahnmal errichtet, das an das Leid der Opfer erinnert. Zudem wurden in Osterath und Lank-Latum sieben Stolpersteine – kleine Messingtafeln – verlegt, die an Familien wie die Levys, Bergs und Nussbaums erinnern.
Die diesjährige Gedenkfeier wird von Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Lank sowie der Musikpädagogin Christiane Karagaschki mitgestaltet. Bürgermeister Christian Bommers hält die Hauptrede. Die Veranstaltung soll die Gemeinschaft im Gedenken vereinen und ein Zeichen gegen Intoleranz setzen.
Die Organisatoren laden alle Bürgerinnen und Bürger Meerbuschs herzlich ein. Die Zusammenkunft ist ein Appell, das Erinnern wachzuhalten und sich für Menschlichkeit und Respekt einzusetzen.
Die Gedenkfeier beginnt am Sonntag, dem 9. November, um 18:00 Uhr an der Gedenkstätte. Sie steht in einer jahrzehntelangen Tradition lokalen Engagements, das das Andenken an die Opfer von 1938 bewahrt. Die Veranstaltung unterstreicht das Bekenntnis der Stadt zu Toleranz und historischer Verantwortung.






