07 April 2026, 10:02

Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel in turbulenter Zeit

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland, ein großes mehrfenstriges Gebäude umgeben von städtischer Infrastruktur und Grünfläche unter einem bewölkten Himmel.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Marie Jaroni wird erste Chefin von Thyssenkrupp Steel in turbulenter Zeit

Thyssenkrupp Steel Europe ernennt Marie Jaroni zur ersten weiblichen Vorstandsvorsitzenden

Die Bestellung erfolgt in einer schwierigen Phase für das Unternehmen, das mit schwacher globaler Nachfrage und starkem Wettbewerb durch günstige Importe aus Asien zu kämpfen hat. Jaroni leitete zuvor den Vertrieb und die Umstrukturierungsmaßnahmen des Konzerns und erhielt nun eine Vertragsverlängerung bis 2030.

Ihre Beförderung folgt auf ihre zentrale Rolle bei den Verhandlungen über einen umfassenden Restrukturierungsplan. Demzufolge soll die Belegschaft von derzeit etwa 27.000 auf rund 16.000 Mitarbeiter bis 2030 reduziert werden. Ziel ist es, die Geschäftsprozesse angesichts anhaltender finanzieller Belastungen effizienter zu gestalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, betonte, dass Jaronis strategische Weitsicht und Führungskompetenz für die Zukunft des Unternehmens entscheidend seien. Auch Knut Giesler von der IG Metall lobte ihren fairen und kooperativen Verhandlungsstil in den schwierigen Gesprächen.

Unterdessen führt Thyssenkrupp Verhandlungen mit dem indischen Stahlhersteller Jindal Steel über einen möglichen Verkauf der Stahlsparte. Die Gespräche sind Teil der größeren Bemühungen, das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld zu stabilisieren.

Jaroni übernimmt die Führung in einer Phase wirtschaftlicher Herausforderungen und eines schrumpfenden Mitarbeiterstamms. Ihre verlängerte Amtszeit signalisiert langfristiges Vertrauen in ihre Fähigkeit, die Stahlsparte durch die Umstrukturierung zu steuern. Das Ergebnis der Verhandlungen mit Jindal Steel könnte die Zukunft von Thyssenkrupps Geschäftsaktivitäten zusätzlich prägen.

Quelle