17 March 2026, 02:01

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren unermüdlichen Kampf um Demokratie in Belarus

Schwarzes und weißes Foto einer Büste eines Mannes in Anzug und Krawatte, mit Inschrift.

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis für ihren unermüdlichen Kampf um Demokratie in Belarus

Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikawa hat am Samstag in Aachen offiziell den Internationalen Karlspreis erhalten. Die Auszeichnung würdigt ihren langjährigen Einsatz für Demokratie in Belarus – ein Anliegen, für das sie trotz Jahren der Haft und des Exils weiterkämpft. Es war das erste Mal, dass sie die Ehrung persönlich entgegennehmen konnte, nachdem sie vor vier Jahren, als der Preis erstmals verliehen wurde, inhaftiert war.

Kalesnikawa teilte sich den Karlspreis 2022 mit den Mitaktivistinnen Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo, die gemeinsam für ihren Mut im Widerstand gegen das autoritäre Regime in Belarus geehrt wurden. Im Gefängnis erfuhr sie von der Auszeichnung und sah darin eine kraftvolle Botschaft der europäischen Solidarität mit dem Freiheitskampf ihres Landes.

Inzwischen in Deutschland lebend, beschrieb sie die Preisverleihung als einen Moment grenzenloser Freude. Doch die Erinnerungen an ihre Haftzeit lasten weiterhin schwer auf ihr. Unermüdlich setzt sie sich für die Freilassung noch inhaftierter Freunde ein und kämpft für einen demokratischen Wandel in Belarus.

Kalesnikawa arbeitet weiterhin eng mit Zichanouskaja und Zepkalo zusammen, trifft sich regelmäßig mit ihnen, um Strategien für eine demokratische Zukunft zu entwickeln. Sie rief europäische Regierungen auf, Belarus als potenziellen Partner zu betrachten und sowohl die im Exil lebenden Belarussen als auch jene zu unterstützen, die von innen gegen die Diktatur Widerstand leisten.

Trotz aller Herausforderungen bleibt sie zuversichtlich, dass ein demokratisches Belarus eines Tages Wirklichkeit wird.

Der Karlspreis unterstreicht Kalesnikawas unerschütterliches Engagement für europäische Werte und demokratische Rechte. Ihr anhaltender Einsatz – gemeinsam mit anderen Aktivistinnen – hält die internationale Aufmerksamkeit auf die politische Krise in Belarus gerichtet. Die Auszeichnung erinnert zugleich an die Risiken, denen sich jene aussetzen, die innerhalb des Landes weiter für Freiheit kämpfen.

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