28 March 2026, 16:01

Mainz setzt beim Rheinischen Frühlingsfest wieder auf klassisches Feuerwerk statt Drohnen-Show

Große Menschenmenge auf einem Musikfestival, das eine bunt beleuchtete Bühne mit Zelten links daneben und einem Feuerwerk am dunklen Himmel zeigt.

Mainz setzt beim Rheinischen Frühlingsfest wieder auf klassisches Feuerwerk statt Drohnen-Show

Mainz kehrt beim diesjährigen Rheinischen Frühlingsfest zu Feuerwerk zurück – nach teurer Drohnen-Show im Vorjahr

Nach dem deutlich kostspieligeren Drohnen-Spektakel des letzten Jahres setzt Mainz beim diesjährigen Rheinischen Frühlingsfest wieder auf traditionelles Feuerwerk. Die Stadt hatte zuvor aus Umweltschutzgründen und für eine nachhaltigere visuelle Wirkung auf Drohnen umgestellt. Doch nun geben die Veranstalter an, dass öffentliche Nachfrage und steigende Kosten zur Rückkehr zur klassischen Pyrotechnik geführt hätten.

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Das Festival startet am Samstag, dem 28. März, mit einem Feuerwerk entlang des Rheinufers. Ein zweiter Höhepunkt folgt am Samstag, dem 11. April, zum Abschluss der Veranstaltung. An beiden Abenden dauern die Feierlichkeiten von mittags bis Mitternacht.

Im vergangenen Jahr hatte Mainz beim Johannisfest das traditionelle Feuerwerk durch eine Lichtshow mit Hunderten Drohnen ersetzt – zu Kosten von über 30.000 Euro, fast das Doppelte im Vergleich zu konventionellem Feuerwerk. Obwohl Bürgermeister Nino Haase (parteilos) die Drohnen wegen ihrer ökologischen Vorteile und der bleibenden Wirkung befürwortete, hat sich der Schaustellerverband nun für einen anderen Weg entschieden.

Marco Sottile, Vorsitzender des Mainzer Schaustellerverbands, betonte die Notwendigkeit, Innovation mit den Erwartungen der Besucher in Einklang zu bringen. Zwar müssten neue Ideen ausprobiert werden, doch hätten bei der Entscheidung vor allem Kosten und Tradition eine Rolle gespielt. Die Stadt akzeptiert die Wahl der Veranstalter und erkennt finanzielle Zwänge als maßgeblichen Faktor an.

Wie die SPD-Stadträtin Marianne Grosse erläutert, waren zunächst Umweltbedenken und ein Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung ausslaggebend für den Verzicht auf Feuerwerk gewesen. Die Rückkehr zur Pyrotechnik durch den Schaustellerverband spiegle nun jedoch sowohl Haushaltsrestriktionen als auch den starken Wunsch der Festbesucher wider.

Mit zwei Feuerwerken kehrt das Rheinische Frühlingsfest damit zu bewährten Formen zurück – nach dem Drohnen-Experiment des Vorjahres. Als Hauptgründe für die Änderung nennen die Veranstalter geringere Kosten und die Präferenzen des Publikums. Die Entscheidung zeigt, wie schwierig es ist, bei Großveranstaltungen Nachhaltigkeit, Tradition und öffentliche Meinung unter einen Hut zu bringen.

Quelle