27 June 2026, 16:05

Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik – trotz 70 Standortalternativen

Bayer-Chef Anderson mischt sich in Streit um Leverkusener Jugendcamp ein

Leverkusens Nachwuchsleistungszentrum scheitert an Monheimer Politik – trotz 70 Standortalternativen

Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein hochmodernes Nachwuchsleistungszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Flächen hat sich der Verein für Monheim am Rhein entschieden. Doch trotz wiederholter Kompromisse stößt das Projekt auf starken politischen Widerstand.

Der geplante Campus soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie eigene Rad- und Joggingwege umfassen. Bayer 04 hatte zunächst ein größeres Vorhaben vorgeschlagen, dieses aber nach Kritik deutlich verkleinert. Die aktuelle Planung ist die kleinstmögliche Variante, die noch den betrieblichen und sportlichen Anforderungen gerecht wird.

Eine Koalition aus CDU, SPD, Grünen und FDP blockiert die Pläne jedoch immer wieder – mit Verweis auf Umwelt- und Klimaschutzbedenken. Diese Koalition gewann an Einfluss, nachdem die Peto-Partei bei den Kommunalwahlen 2025 ihre Mehrheit im Stadtrat verloren hatte. Der Verein hat zwar mehrere Kompromissangebote der Koalition abgelehnt, sieht sich aber weiterhin mit Widerstand konfrontiert.

Bayer-AG-Chef Bill Anderson äußerte sich besorgt über die anhaltende politische Blockadehaltung. Sportdirektor Simon Rolfes warnte, dass die Zukunftsfähigkeit des Vereins im Wettbewerb von der Realisierung des Campus abhänge.

Trotz aller Bemühungen des Clubs, die Bedenken auszuräumen, bleibt das Projekt unsicher. Ohne das neue Leistungszentrum droht Bayer 04 in der Nachwuchsförderung den Anschluss zu verlieren. Die aktuell reduzierte Planung gilt als letzter Versuch, die Genehmigung doch noch zu erhalten.

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