28 March 2026, 12:02

Lehrerin 16 Jahre krankgeschrieben – doch sie arbeitete heimlich als Heilpraktikerin

John Bull steht einer sitzenden öffentlichen Schulmeisterin gegenüber an einem Tisch mit einem Hut und Papieren, während eine weitere Person in der Nähe sitzt; eine Tür und ein Papier an der Wand sind im Hintergrund sichtbar.

Lehrerin 16 Jahre krankgeschrieben – doch sie arbeitete heimlich als Heilpraktikerin

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel in Nordrhein-Westfalen steht unter Ermittlung, nachdem sie mehr als 16 Jahre durchgehend krankgeschrieben war. Die Behörden verdächtigen sie, in dieser Zeit weiterhin als Heilpraktikerin für Alternativmedizin gearbeitet zu haben – bei vollem Gehaltsbezug durch den Staat. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob Betrug und Amtsmissbrauch vorliegen.

Die Pädagogin übte ihren Beruf zuletzt 2009 regulär aus, bevor sie ärztliche Atteste wegen einer psychischen Erkrankung vorlegte. Trotz ihrer jahrelangen Abwesenheit wurde vonseiten der Behörden niemals eine amtliche ärztliche Untersuchung eingeleitet. Stattdessen soll sie während ihrer gesamten Krankschreibung eine aktive Praxis in der Alternativmedizin betrieben haben.

Ermittler durchsuchten kürzlich ihr Haus in Duisburg und beschlagnahmten im Rahmen der Untersuchungen Dokumente sowie digitale Speichermedien. Der Fokus der strafrechtlichen Ermittlungen liegt auf den Jahren 2021 bis 2025, da frühere Zeiträume möglicherweise bereits verjährt sind. Zudem wird geprüft, ob eine zweite Person – ein Mitarbeiter des Landschaftsverbands Rheinland in Düsseldorf – ihre Aufsichtspflichten vernachlässigt hat.

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Der Fall hat Nordrhein-Westfalen dazu veranlasst, schärfere Kontrollen bei langfristigen oder wiederholten Krankschreibungen anzukündigen. Die Lehrerin, die weiterhin ihr volles Gehalt bezog, steht nun im Verdacht, dem Staat durch falsche Angaben kommerziellen Betrug begangen zu haben.

Die Ermittlungen laufen noch; die Staatsanwaltschaft wertet Beweise für Betrug und mögliche Pflichtverstöße aus. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten sowohl für die Lehrerin als auch für den beteiligten Verwaltungsmitarbeiter rechtliche Konsequenzen folgen. Unterdessen hat die Landesregierung signalisiert, die Verfahren zu verschärfen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

Quelle