Klimainitiative Rhein-Berg attackiert fossile Energiepolitik der Bundesregierung
Klemens GorlitzKlimainitiative Rhein-Berg attackiert fossile Energiepolitik der Bundesregierung
Klimainitiative Rhein-Berg kritisiert Fokus auf fossile Energien durch Wirtschaftsministerium
Die Klimainitiative Rhein-Berg hat scharfe Kritik an der Ausrichtung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz geübt, das ihrer Ansicht nach weiterhin auf fossile Energieträger setzt. Die Aktivistengruppe warnt, dass die aktuelle Politik die Klimaziele untergräbt, indem Gaskraftwerke Vorrang vor erneuerbaren Alternativen erhalten. Als Reaktion darauf hat die Initiative eine Reihe öffentlicher Mahnwachen organisiert, um mehr Klimaschutz zu fordern.
Die Gruppe verweist darauf, dass es in den vergangenen zwölf Monaten keine klaren staatlichen Maßnahmen zur Förderung von Gaskraftwerken gegeben habe. Zwar wurden einige Entlastungen bei den Energiepreisen eingeführt – etwa die Abschaffung der Gasbeschaffungsumlage und Subventionen für Netzentgelte –, doch direkte Förderprogramme für Gaskraftwerke fehlen. Unabhängige Klimaforscher haben die Auswirkungen dieser Schritte noch nicht bewertet, Kritiker befürchten jedoch, dass sie langfristigen Klimazielen widersprechen könnten.
Besonders besorgniserregend findet die Klimainitiative Rhein-Berg die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dies könnte den Ausbau der Solarenergie bremsen und den Fortschritt bei der Energiewende weiter verlangsamen. Zudem stößt die Gruppe auf Unverständnis angesichts der Pläne für teure neue Gaskraftwerke, die ihrer Meinung nach stärker subventioniert werden als Batteriespeicherlösungen – obwohl letztere eine klimafreundlichere Alternative darstellen.
Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, veranstaltet die Initiative im November vier Mahnwachen. Diese finden jeweils am Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach statt, und zwar am 11., 19., 24. und 28. November, jeweils von 16 bis 18 Uhr. Ziel der Aktionen ist es, sowohl die Öffentlichkeit als auch die Politik an die Dringlichkeit stärkerer Klimaschutzmaßnahmen zu erinnern.
Die Mahnwachen stehen im Kontext der fortlaufenden Beobachtung der Energiepläne der Bundesregierung durch die Initiative. Ohne eine Abkehr von Investitionen in fossile Brennstoffe drohten weitere Verzögerungen bei den deutschen Klimazielen, warnt die Gruppe. Sie betont, dass sofortiges Handeln notwendig sei, um langfristige Rückschritte im Umweltschutz zu verhindern.






