20 June 2026, 12:01

KI revolutioniert Leiterplatten-Prüfung: Forscher entwickeln intelligentes System für fehlerfreie Elektronik

Automatisierte Qualitätsprüfung von Leiterplatten mit künstlicher Intelligenz

KI revolutioniert Leiterplatten-Prüfung: Forscher entwickeln intelligentes System für fehlerfreie Elektronik

Forscher der Bergischen Universität Wuppertal entwickeln ein KI-gestütztes Prüfsystem für Leiterplatten. Ziel des Projekts ist es, die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Elektronikfertigung zu steigern, indem Produktionsprozesse automatisiert und digitalisiert werden, um Fehler frühzeitiger zu erkennen.

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Im Fokus steht eine zentrale Herausforderung: die Prüfung unbestückter Leiterplatten nach dem Verzinnungsprozess. Reflektionen führen hier häufig zu Fehlalarmen während der Qualitätskontrolle und erschweren eine zuverlässige Fehlererkennung. Das System begegnet diesem Problem, indem es Aufnahmen aus mehreren Perspektiven erstellt, um irreführende Lichtreflexe zu minimieren.

KI-basierte Algorithmen analysieren diese Bilder anschließend auf generalisierte Fehlermuster. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden kommt das System ohne Referenzmuster aus, was eine flexiblere und präzisere Qualitätskontrolle ermöglicht.

An dem Projekt sind die Bergische Universität Wuppertal, die Pentagal Chemie und Maschinenbau GmbH sowie Jannis Pietruschka beteiligt. Pentagal zeichnet für die konstruktive und mechatronische Umsetzung verantwortlich und plant, das System in seine Heißluft-Lötnivelliermaschinen (HASL-Maschinen) zu integrieren. Wissenschaftlicher Ansprechpartner ist Professor Stefan Bracke, PhD, Inhaber des Lehrstuhls für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalyse.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das Vorhaben mit 216.683 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Das Prüfsystem soll Qualitätskontrollen direkt nach dem Verzinnungsprozess – noch vor dem Bestücken mit weiteren Bauteilen – durchführen. Durch diese frühe Fehlererkennung wird eine höhere Produktionszuverlässigkeit erwartet. Die Förderung und der kooperative Ansatz des Projekts unterstreichen sein Potenzial für die Elektronikbranche.

Quelle