Justizvollzugsanstalt Willich I wird für 6.500 Quadratmeter modernisiert und erweitert
Klemens GorlitzJustizvollzugsanstalt Willich I wird für 6.500 Quadratmeter modernisiert und erweitert
Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen wird massiv ausgebaut
Die Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen durchläuft eine umfassende Modernisierung und Erweiterung. In der zweiten Bauphase, die von der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) geleitet wird, entstehen über 6.500 Quadratmeter neue Nutzfläche. Ziel des Projekts ist es, die Bedingungen für eine resozialisierungsorientierte Haft und die erfolgreiche Wiedereingliederung der Inhaftierten zu verbessern.
Das alte Gefängnis in Willich-Anrath entsprach nicht mehr den heutigen Maßstäben des Strafvollzugs. Der Abriss veralteter Gebäudeteile wurde planmäßig bis zum Sommer 2023 abgeschlossen. Unmittelbar danach begannen im August 2023 die Erdarbeiten für den Neubau, gefolgt vom Bau der Rohkonstruktionen für die neuen Gebäude.
In der ersten Phase waren bereits Werkstätten und ein Mehrzweckgebäude fertiggestellt worden. Nun verbindet die zweite Phase diese durch neue Verbindungsbauten mit dem Haftgebäude 2. Der neue Trakt umfasst 368 Haftplätze, davon zwei barrierefrei gestaltet. Mit rund 6.000 Quadratmetern bildet er den Kern der Erweiterung.
Kältewellen zu Beginn dieses Jahres hatten zu Verzögerungen bei Beton- und Erdarbeiten geführt. Mittlerweile läuft die Bauausführung jedoch wieder nach Plan. Zum Projekt gehören zudem eine erweiterte Werkstattfläche, ein Mehrzweckgebäude sowie eine große Sportanlage im Freien.
Seit der Eröffnung 2023 liegt die Auslastung der Anstalt bis Anfang 2026 konsequent bei 85 bis 90 Prozent. Die Sicherheitsstandards werden als hoch bewertet, schwere Vorfälle gab es bisher nicht. Auch die Resozialisierungsangebote wie berufliche Qualifizierungsmaßnahmen wurden ausgebaut und erhalten in offiziellen Evaluierungen positives Feedback von den Inhaftierten.
Die Erweiterung schafft moderne Räumlichkeiten, die auf Rehabilitation und Wiedereingliederung ausgelegt sind. Das Haftgebäude 2 sowie die neuen Werkstätten und die Sportfläche werden Kapazität und Funktionalität der Justizvollzugsanstalt deutlich steigern. Trotz der wetterbedingten Rückschläge bleibt der Bauzeitplan eingehalten.






