Immer mehr Städte in NRW streichen Hundesteuer für Senioren aus Tierheimen
Ibrahim KargeImmer mehr Städte in NRW streichen Hundesteuer für Senioren aus Tierheimen
Immer mehr Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen schaffen die Hundesteuer für ältere Tiere aus dem Tierheim ab. Damit soll die Vermittlungschance für Senioren-Hunde steigen. Gronau machte 2021 den Anfang – nun ziehen andere nach.
Gronau führte die Steuerbefreiung für adoptierte ältere Hunde bereits 2021 ein. Der Erfolg des Modells regte weitere Kommunen in der Region zum Handeln an. Troisdorf und die Gemeinde Eitorf haben die Regelung nun dauerhaft für Hunde ab acht Jahren aus dem Troisdorfer Tierheim eingeführt.
In Eitorf setzte sich die CDU-Rätin Stefanie Schönenberg-Klein für die Initiative ein. Sie unterstützte zudem den Verzicht auf die Hundesteuer für ältere Rassen der sogenannten „Listenhunde“ – und zwar ohne vorherigen Wesenstest. Die Gemeinde geht noch einen Schritt weiter: Sie verzichtet auch auf den verpflichtenden Wesenstest für als gefährlich eingestufte Hunde, um deren Vermittlungschancen zu erhöhen.
Ralf Berensmeier, Kreisdirektor und Sozialdezernent, ist überzeugt, dass die Steuerbefreiung in Troisdorf und Eitorf mehr Menschen zum Adoptieren motiviert. Auch in Aachen, Heinsberg und Coesfeld laufen derzeit Gespräche über ähnliche Maßnahmen.
In einigen Gebieten ist die Regelung bereits in Kraft getreten. Dadurch könnten mehr ältere Hunde ein Zuhause finden. Weitere Kommunen in Nordrhein-Westfalen prüfen nun, ob sie das Vorbild übernehmen.
