Henkel kämpft mit steigenden Kosten und schwächerer Nachfrage im Jahr 2025
Luitgard RitterHenkel kämpft mit steigenden Kosten und schwächerer Nachfrage im Jahr 2025
Der Düsseldorfer Konzern Henkel, Hersteller von Marken wie Persil und Schwarzkopf, hatte im vergangenen Jahr mit steigenden Kosten und sich wandelnden Verbrauchergewohnheiten zu kämpfen. Trotz eines schwierigen Marktumfelds verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro, warnte jedoch vor weiteren finanziellen Belastungen zu Beginn des Jahres 2026.
Die Ausgaben des Konzerns sind gestiegen, da hohe Ölpreise die Kosten für Rohstoffe, Lieferketten und Logistik in die Höhe treiben. Zulieferer und Transportunternehmen geben einen Teil dieser Mehrkosten mittlerweile an Henkel weiter. Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass ein Aufschub von Preiserhöhungen die finanzielle Situation nur verschärfen würde.
In den letzten zwölf Monaten schwächte sich die globale Nachfrage nach Henkel-Produkten aufgrund von Inflation und einer zurückhaltenden Konsumstimmung ab. Viele Haushalte stiegen auf günstigere Handelsmarken um, auch wenn die Markentreue zu Produkten wie Persil und Schwarzkopf erhalten blieb – wenn auch mit verringertem Verbrauch. Die Sparte Consumer Brands konnte dennoch durch Kostensenkungen, Portfolioanpassungen und den Verkauf hochmargiger Produkte, insbesondere in Asien, wo das Wachstum stabil blieb, die Erträge steigern.
Um die steigenden Kosten auszugleichen, setzt das Unternehmen nun verstärkt auf die Hervorhebung der Produktvorteile, um Preisanpassungen zu rechtfertigen. Mit rund 47.000 Mitarbeitern weltweit – weniger als 20 Prozent davon in Deutschland – bleibt Henkel indirekt von der wirtschaftlichen Abkühlung betroffen.
Die ersten Monate des Jahres 2026 werden für Henkel voraussichtlich weiterhin herausfordernd bleiben. Zwar haben Markenbindung und strategisches Kostenmanagement geholfen, doch der Konzern steht weiterhin unter Druck durch Inflation und höhere Betriebsausgaben. Weitere Preisanpassungen könnten in den kommenden Monaten notwendig werden, um die Margen zu schützen.






