Hemadlenz-Fest in Dorfen bricht alle Besucherrekorde trotz Wetterwarnungen
Tassilo HeßHemadlenz-Fest in Dorfen bricht alle Besucherrekorde trotz Wetterwarnungen
Dorfens jährliches Hemadlenz-Fest lockte in diesem Jahr mehr Besucher denn je an – rund 4.500 Menschen füllten die Straßen des Städtchens. Bei strahlend blauem Himmel trotzte die Veranstaltung den zuvor prognostizierten Schlechterwetterfronten. Familien, darunter Stammgäste wie die Zwirglmaier-Gerbls, versammelten sich zum lebhaften Umzug und der traditionellen Winterverbrennungszeremonie.
Das Fest begann mit einem großen Umzug durch die Innenstadt. Um die Zone autofrei und sicher zu halten, hatte Dorfen alle Zufahrtsstraßen gesperrt und strenge Parkverbote verhängt. Die Sicherheitsvorkehrungen waren so umfangreich wie nie zuvor: Über 5.000 Euro flossen in zusätzliche Maßnahmen, darunter privates Sicherheitspersonal, das die Veranstaltung überwachte.
Der offizielle Umzug endete um 14:30 Uhr mit der Verbrennung der Hemadlenz-Puppe am Marienplatz. Die aus Stroh gefertigte Figur, ein langjähriges Symbol für das Ende des Winters, wurde auf ein Gerüst gehievt und unter dem Jubel der Menge in Brand gesetzt. Der Brauch erinnert an ähnliche Faschings- und Karnevalstraditionen in anderen bayerischen Orten wie Herrsching oder Karlsfeld, wo ebenfalls Strohfiguren verbrannt werden, um den Jahreszeitenwechsel zu feiern.
Trotz des Besucherrekords verlief das Fest friedlich. Die Sicherheitskräfte meldeten keine größeren Zwischenfälle, und fast alle Umzugsteilnehmer durchliefen die Strecke ohne Störungen. Die Veranstaltung endete reibungslos und hinterließ eine aufgeräumte, ruhige Innenstadt.
Das diesjährige Hemadlenz-Fest war Dorfens bisher größte und bestgesicherte Veranstaltung. Sonnenschein, starke Besucherzahlen und eine makellose Organisation sorgten von Anfang bis Ende für eine ausgelassene Stimmung. Da keine Vorfälle gemeldet wurden, festigte das Fest seinen Ruf als beliebte Familientradition in der Region.
Von 2.000 auf 4.500: Dorfens Hemadlenz-Fest gräbt Wurzeln in Tradition
Die Rekordbesucherzahl von 4.500 beim Hemadlenz-Fest 2026 markiert einen Significanten Sprung gegenüber den 2.000 Besuchern im Jahr 2024. Historische Aufzeichnungen im Dorfener Heimatbuch führen die Tradition auf das 19. Jahrhundert zurück. Teilnehmer in Nachthemden und Zipfelmützen haben seit langem die Straßen gefüllt und ein sehenswertes Bild geboten, das in früheren Berichten fehlte.