Gerresheimer im freien Fall: Aktie stürzt auf Zehnjahrestief nach dritter Gewinnwarnung
Luitgard RitterGerresheimer im freien Fall: Aktie stürzt auf Zehnjahrestief nach dritter Gewinnwarnung
Gerresheimers Aktienkurs stürzt auf Zehnjahrestief
Der Aktienkurs von Gerresheimer ist auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt abgerutscht. Das Unternehmen gab in diesem Jahr bereits die dritte Gewinnwarnung heraus, nachdem die Nachfrage in den Pharma- und Kosmetikmärkten nachließ. Anleger zweifeln zunehmend an einer schnellen Erholung des angeschlagenen Konzerns.
Am Donnerstag brachen die Papiere um mehr als 13 Prozent ein und schlossen bei 32,36 Euro – der tiefste Stand seit 2012. Damit setzt sich ein drastischer Abwärtstrend fort: Allein im vergangenen Jahr hat das Unternehmen über die Hälfte seines Börsenwerts verloren.
Bereits 2024 hatte Gerresheimer zweimal seine Jahresziele nach unten korrigiert, nachdem die Marktnachfrage überschätzt worden war. Trotz vorläufiger Umsätze von 1,68 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten schrumpfte das organische Wachstum nach Bereinigung um die Übernahme von Bormioli Pharma. Das Umstrukturierungsprogramm des Konzerns steckt noch in den Kinderschuhen und bietet den Investoren kaum Beruhigung.
Das Vertrauen in eine baldige Wende schwindet zusehends. Gerresheimer sieht sich einer Realität gegenüber, die weit schlechter ist als frühere Prognosen – und es gibt keine klaren Anzeichen für eine Besserung am Horizont. Die jüngste Gewinnwarnung unterstreicht die anhaltenden Probleme des Unternehmens. Mit einem Aktienkurs nahe dem Zwölftjahrestief und wachsenden organischen Verlusten wirkt der Weg zur Erholung ungewiss. Analysten und Anleger beobachten gespannt, ob die Restrukturierungsmaßnahmen Fortschritte zeigen.






