18 March 2026, 06:02

Ganztagsbetreuung 2026: Warum viele Eltern in Bergisch Gladbach leer ausgehen könnten

Plakat mit Text und Logo, das besagt: "Die Sonderanmeldezeit für die Gesundheitsversorgung ist bis zum 15. August verlängert."

Ganztagsbetreuung 2026: Warum viele Eltern in Bergisch Gladbach leer ausgehen könnten

Ab 2026 hat jedes Erstklässlerkind in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in der Nachmittagsbetreuung. Doch in Bergisch Gladbach wird das Angebot die Nachfrage voraussichtlich nicht decken – einige Familien könnten leer ausgehen. Die Stadt bestätigte, dass zwar insgesamt genug Plätze vorhanden seien, an bestimmten Schulen jedoch Engpässe drohen.

Das neue Gesetz garantiert ab 2026 allen Erstklässlern einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Priorität erhalten zunächst diese Kinder, während weitere Kriterien für die Vergabe noch diskutiert werden. Dennoch wird nicht jedes Kind trotz des Rechtsanspruchs einen Platz an der Wunschschule bekommen.

Einige Grundschulen wie die GGS Paffrath oder die GGS Moitzfeld haben bereits jetzt zu wenige Plätze. Andere, etwa die GGS Hand, stocken ihre Kapazitäten auf und schaffen 76 zusätzliche Betreuungsplätze. Doch der Stadt fehlen präzise Zahlen für alle Schulen, was die Planung erschwert.

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Eltern, die ihre Kinder fristgerecht angemeldet haben, müssen nun bis Ende März auf eine Zusage warten. Im vergangenen Jahr hatten zwei Familien geklagt, nachdem ihre Kinder von der gewünschten Schule abgelehnt worden waren – ein Verfahren war erfolgreich. In diesem Jahr könnten ähnliche Konflikte entstehen, da die Nachfrage das Angebot übersteigt.

Die Stadt räumt ein, dass die Verteilung der Plätze zwischen den Stadtteilen ungleich bleibt. Während einige Schulen noch freie Kapazitäten haben, werden andere nicht alle Anmeldungen berücksichtigen können.

Das Schuljahr 2026/27 bringt zwar den garantierten Anspruch auf Nachmittagsbetreuung für Erstklässler, doch Lücken im Angebot bedeuten, dass nicht alle Familien ihre Wunschschule erhalten. Da die Vergabekriterien noch unklar sind und die Zusagen ausstehen, bleibt für viele Eltern die Wartezeit mit Unsicherheit verbunden. Die Stadt rechnet mit weiteren Herausforderungen, sollte die Nachfrage weiter steigen.

Quelle