29 June 2026, 06:01

Forscher verwandeln Müllverbrennungsasche in wertvolle Kupfer- und Metallquellen

Zement statt Deponie - Recycling von Müllverbrennungsrückstand

Forscher verwandeln Müllverbrennungsasche in wertvolle Kupfer- und Metallquellen

Forscher der Universität Duisburg-Essen haben ein neues Verfahren zur Gewinnung von Kupfer und anderen Metallen aus Müllverbrennungsasche entwickelt. Das im Rahmen des Projekts EMSARZEM entwickelte Verfahren zielt auf die Feinasche ab, die einen beträchtlichen Metallgehalt aufweist. Deutschland gewinnt bereits heute große Mengen an Metallen aus verbranntem Abfall zurück.

Allein im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 25 Millionen Tonnen Abfall in Müllverbrennungsanlagen verarbeitet. Mit herkömmlichen Methoden konnten daraus etwa 600.000 Tonnen Metalle zurückgewonnen werden. Dennoch enthält ein Großteil der verbleibenden Asche noch wertvolle Rohstoffe und landet oft auf Deponien.

Die Feinasche enthält in der Regel zwischen 0,3 und 0,5 Prozent Kupfer – eine Konzentration, die dem Mindestgehalt entspricht, ab dem der Abbau von Kupfererz wirtschaftlich rentabel ist. Das Projekt EMSARZEM verfolgt das Ziel, diese Asche als Rohstoff für die Zementproduktion zu nutzen und gleichzeitig Metalle zu extrahieren.

Ein industrieller Testlauf des Verfahrens im Juli 2022 verlief erfolgreich. Theoretisch ließen sich damit jährlich bis zu 8.000 Tonnen Kupferkonzentrat erzeugen, darunter etwa 2.800 Tonnen Kupfer sowie 20 Tonnen Silber und 100 Kilogramm Gold.

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Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Verfahrens hängt jedoch davon ab, dass die nach der Extraktion verbleibende Mineralfraktion weiterverwendet wird. Ohne diese Wiederverwertung wäre das Projekt nicht rentabel. Die Lösung der Universität Duisburg-Essen bietet somit eine Möglichkeit, aus Abfall wertvolle Ressourcen zu gewinnen und gleichzeitig die Deponienutzung zu reduzieren.

Quelle